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Maut ramponiert Scheuers Ansehen

Alle drei CSU-Minister in Berlin schneiden schlecht ab. Söders Werte in Bayern sind gut – abgesehen von einem Denkzettel.

Andreas Scheuer (CSU) hat durch das Mautdesaster stark an Ansehen eingebüßt. Foto: Kay Nietfeld/dpa/Archivbild
Andreas Scheuer (CSU) hat durch das Mautdesaster stark an Ansehen eingebüßt. Foto: Kay Nietfeld/dpa/Archivbild

München.Die Mehrheit der Bayern ist laut einer Umfrage unzufrieden mit der Arbeit der drei CSU-Minister in der Bundesregierung. Am geringsten ist die Zufriedenheit mit Verkehrsminister Andreas Scheuer, wie die am Freitag veröffentlichte Erhebung des Instituts GMS im Auftrag von Sat.1 Bayern ergab. Nur 12 Prozent der Befragten gaben an, mit seiner Arbeit sehr oder eher zufrieden zu sein, 83 Prozent waren eher oder sehr unzufrieden. Der Rest antwortete mit „weiß nicht“, machte keine Angabe oder verweigerte die Antwort.

Mit der Arbeit von Innen-, Bau- und Heimatminister Horst Seehofer sind 65 Prozent sehr oder eher unzufrieden, mit der von Entwicklungsminister Gerd Müller 61 Prozent. Das ist in etwa der Wert, der auch für die Arbeit der Bundesregierung insgesamt gilt.

Insbesondere Scheuer steht unter anderem wegen der Mautverträge in der Kritik, das reicht bis zu Rücktrittswünschen. Knapp zwei Drittel (65 Prozent) der Befragten sind der Umfrage zufolge der Meinung, dass diese Forderung berechtigt ist. Als Alarmsignal muss dabei für Scheuer gelten, dass auch 60 Prozent der CSU-Anhänger diese Einschätzung teilen – wohingegen Seehofer und vor allem Müller in den eigenen Reihen teils deutlich besser angesehen sind.

Bei Sympathie nur Fifty-Fifty

Ganz anders fallen die Werte für die bayerische Staatsregierung aus. Hier überwiegt mit 49 Prozent das Vertrauen. In der Bewertung ragt Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder mit einer Zustimmungsrate von 60 Prozent heraus. 65 Prozent der Bürger glauben zudem, dass er die Interessen Bayerns vertritt, 62 Prozent halten ihn für durchsetzungsfähig, 56 Prozent bescheinigen ihm hohe Sachkompetenz, 55 Prozent registrieren hohen Rückhalt in der eigenen Partei. Doch auch für Söder gibt es einen kleinen Denkzettel: Nur jeder Zweite hält ihn für sympathisch, nur 44 Prozent schätzen ihn als vertrauenswürdig ein. Und in der Sonntagsfrage zur Landtagswahl kommt die CSU nicht über 38 Prozent hinaus. (dpa/is )

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