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Kommentar

Mehr ist mehr

Ein Kommentar von Christine Schröpf

Gutes geht noch besser: Da haben Gemeindetagspräsident Uwe Brandl (CSU) und die Oberpfälzer SPD-Landtagsabgeordnete Annette Karl uneingeschränkt Recht. Es sollte zu Denken geben, dass hier parteiübergreifend Konsens herrscht. Das Heimatministerium hat für den ländlichen Raum in fünf Jahren mit ersten Behördenverlagerungen wichtige Impulse gesetzt, es hat den Breitbandausbau energisch vorangetrieben. Doch das ist nicht genug. Das Haus muss zusätzliche Kompetenzen erhalten, um zügiger voranzukommen.

Der Heimatminister braucht dringend weitere Hebel: Es ist widersinnig, dass die Infrastruktur beim Breitbandausbau in sein Ressort fällt, der flächendeckende Ausbau des Mobilfunknetzes aber nicht. Auch neue digitale Plattformen der Verwaltung haben viel mit gleichwertigen Lebensbedingungen in ganz Bayern zu tun. Das gehört alles in eine Hand.

Digitalisierung ist der Schlüssel für eine gute wirtschaftliche Zukunft. Wer will, dass überhitzte Großstädte entlastet werden und der ländliche Raum nicht in Teilen verödet, muss hier mit aller Kraft ansetzen. Der Maßstab für Bayern ist nicht, ob es im Vergleich zu anderen Bundesländern am schnellsten ist. Es zählt, ob der Freistaat im Europa-Ranking mithalten kann. Das ist weiter nicht der Fall. Für die Aufholjagd bleibt wenig Zeit.

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