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Gesundheit

Mehr Masernfälle in Bayern

Gesundheitsministerin Melanie Huml appelliert erneut an Impfgegner. Ärzte halten eine Impfquote von 95 Prozent für notwendig.

Eine Impfung wird in einer Arztpraxis vorbereitet. Foto: Ralf Hirschberger/Archiv
Eine Impfung wird in einer Arztpraxis vorbereitet. Foto: Ralf Hirschberger/Archiv

München.Die Zahl der Masernfälle in Bayern steigt. In diesem Jahr seien bereits mehr Menschen erkrankt als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Montag. Sie rief erneut auf, zum Impfen zu gehen.

Von Jahresbeginn bis zum 26. März seien dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit 18 Masernfälle gemeldet worden. Im vergangenen Jahr waren es in diesem Zeitraum 13 Fälle und 2016 nur vier Fälle. Im Jahr 2015 hatte es allerdings eine Masernwelle gegeben. Damals lag die Zahl mit 79 Fällen nochmals deutlich höher.

„Solange es Impflücken in der Bevölkerung gibt, können immer wieder Masernausbrüche auftreten.“

Gesundheitsministerin Melanie Huml

„Solange es Impflücken in der Bevölkerung gibt, können immer wieder Masernausbrüche auftreten“, erklärte Huml. Sie wolle deshalb die Impfquoten gegen Masern weiter steigern. Dazu solle unter anderem die 5. Bayerische Impfwoche vom 23. bis 29. April beitragen. „Wer geimpft ist, schützt sich und andere“, sagte Huml. „Das sollten auch Impfgegner bedenken.“

Die Quote bei der Masernimpfung wie auch bei den übrigen empfohlenen Impfungen steige immerhin an. So sei es in den vergangenen zwölf Jahren gelungen, bayernweit die Zahl der geimpften Kinder um 47 Prozentpunkte auf mehr als 91 Prozent zu erhöhen. Nach Ansicht von Experten sei allerdings eine Impfquote von mindestens 95 Prozent zur Ausrottung der Masern notwendig.

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