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Mobilität

Mehr Züge sollen nach Regensburg rollen

Zwölf ostbayerische Kommunalpolitiker haben ein gemeinsames Ziel: Der Schienenverkehr soll ausgebaut werden.
von Christine Strasser

Ostbayerische Landräte und Bürgermeister wollen den Ausbau des Schienennetzes anschieben. Foto: Lex
Ostbayerische Landräte und Bürgermeister wollen den Ausbau des Schienennetzes anschieben. Foto: Lex

Regensburg.Der große Sitzungssaal im Regensburger Landratsamt gibt den Blick frei auf die Stadt, in die alle wollen. Aber unten stockt der morgendliche Berufsverkehr auf den Bundesstraßen und Autobahnen Richtung Regensburg oft oder steht sogar ganz still. Das soll sich ändern. Deshalb bekommt der bayerische Ministerpräsident Markus Söder jetzt Post. Zwölf Wappen prangen auf dem Brief, der am Freitag hinausging. Zwölf Landräte und Bürgermeister aus Ostbayern haben ihn am Freitag unterschrieben. Sie drängen darin auf einen Ausbau des Schienenpersonennahverkehrs. Denn wer sich in Ostbayern bewegt, soll in Zukunft öfter den Zug benutzen und das Auto stehenlassen. Damit dieser Plan aufgeht, müssen diese Züge im Personennahverkehr aber auch fahren. Die Kommunalpolitiker setzen sich deshalb für einen durchgängigen S-Bahn-ähnlichen Betrieb im 30-Minuten-Takt für den Verkehr in der Stadt und im Regensburger Umland ein. Zusätzliche Haltepunkte soll es geben und der Freistaat soll ausreichend Züge auf den Strecken bestellen. Ende 2019 sind die nächsten Vergabeverfahren geplant. Gegenüber dem Bund soll der Ministerpräsident Ausbaumaßnahmen einfordern – mit Nachdruck.

Weniger Stress für Pendler

Im vergangenen Juli hatten sich fünf Landräte aus Cham, Kelheim, Neumarkt, Regensburg und Schwandorf sowie die Regensburger Bürgermeister in Wiesent getroffen und mit ganz ähnlichen Forderungen an die damalige bayerische Verkehrsministerin Ilse Aigner gewandt. Nun freut sich die Regensburger Landrätin Tanja Schweiger (FW), dass mit den Landkreisen Amberg-Sulzbach und Neustadt an der Waldnaab sowie der Stadt Amberg fast die gesamte Oberpfalz die Initiative unterstützt. Aus Niederbayern haben sich darüber hinaus der Landkreis Straubing-Bogen und die Stadt Straubing angeschlossen. Schweiger verweist darauf, dass die Kommunalpolitiker insgesamt rund 1,3 Millionen Menschen aus Ostbayern vertreten. Viele seien Berufspendler, denen ein gut ausgebautes Schienennetz Stress auf der Straße ersparen würde. Schweiger sagt, dass es die Aufgabe sei, vor Ort den Busverkehr zu verbessern und Park and Ride-Parkplätze auszubauen. Auch der Chamer Landrat Franz Löffler (CSU) betonte, dass vor Ort schon kleinere Maßnahmen rasch Verbesserungen bringen könnten. Er verweist auf den Ausbau von Kreuzpunkten. Damit sind zum Beispiel längere Bahnsteige gemeint, die ermöglichen würden, dass sich an mehr Orten zwei Züge kreuzen.

Verkehr

Anschub für S-Bahn-Netz in der Region

Fünf Landräte und die Regensburger Bürgermeisterin wenden sich an den Freistaat. Ihr Wunsch: Züge im 30-Minuten-Takt

Auftragsvergaben stehen an

Wünsche zu formulieren ist das eine. Um den Ausbau des Schienennetzes müssen aber vor allem der Freistaat und der Bund Geld in die Hand nehmen. Die zwölf ostbayerischen Kommunalpolitiker werben jedenfalls dafür, dass Mittel in diese wirtschaftsstarke Region fließen. Den Zeitpunkt sehen sie gut gewählt. Denn gerade jetzt erteilt der Bund der Deutschen Bahn AG die Planungsaufträge für Infrastrukturmaßnahmen.

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