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Bayern
Samstag, 24. Februar 2018 1

Prozesse

Mit Minikameras in Rauchmeldern nackte Mädchen gefilmt

Ein früherer Jugendtrainer eines Sportvereins aus dem Münchner Umland hat zugegeben, Mädchen seiner Einrad-Mannschaft heimlich in intimen Situationen gefilmt zu haben. „Ich habe immer gedacht, ich kann es geheimhalten“, sagte der 45-jährige Deutsche am Montag vor dem Amtsgericht München und entschuldigte sich bei den anwesenden Betroffenen. Für die Filmaufnahmen hatte der IT-Experte Minikameras etwa in Duschen, Umkleidekabinen und Toiletten installiert, die Kameras waren in Rauchmeldern, Bewegungsmeldern oder Lufterfrischern versteckt. Die intimen Aufnahmen, die zwischen 2007 und 2015 entstanden waren, habe er sich angeschaut, um sich sexuell zu befriedigen, warf die Münchner Staatsanwaltschaft ihm vor.

Der Angeklagte im Amtsgericht in München. Foto: Aleksandra Bakmaz

München.Mehr als 550 Bilddateien und rund 1000 Videodateien seien bei der Durchsuchung seiner Wohnung in Unterschleißheim bei München Ende Dezember 2015 beschlagnahmt worden, so die Anklage. Rund 50 junge Frauen und Mädchen seien darauf zum Teil komplett nackt zu sehen. Außerdem fanden die Ermittler mehr als 4000 kinderpornografische Fotos und Videos auf Festplatten.

Der Ex-Trainer des TSV Gilching-Argelsried steht wegen des Besitzes von kinderpornografischen Schriften vor Gericht. Der Hinweis an die Polizei war von seiner damaligen Lebensgefährtin gekommen.

Für das Verfahren wurde nur ein Verhandlungstag angesetzt. Die Öffentlichkeit ist zum Teil ausgeschlossen.

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