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Polizei

Monika Frischholz: Suche vorerst beendet

Die Ermittler haben am Montag weiter nach der Schülerin gegraben. Es haben sich aber keine neuen Erkenntnisse ergeben.
Von Isolde Stöcker-Gietl

Die Polizei gräbt weiter nach der Vermissten. Foto: Alexander Auer
Die Polizei gräbt weiter nach der Vermissten. Foto: Alexander Auer

Flossenbürg.Die Grabungsarbeiten am Montag sind abgeschlossen. Es wurden erneut Stofffetzen und kleine Knochen sichergestellt. Diese werden nun weiter forensisch untersucht. Bei den Knochen dürfte es sich wohl wieder um Knochen tierischen Ursprungs handeln. Es hätten sich keine neuen Erkenntnisse zum Verbleib von Monika Frischholz ergeben, aber es sei wieder eine Spur abgearbeitet, so Polizeisprecher Florian Beck.

Außerdem sind erneut interessante neue Hinweise eingegangen, denen die Polizei weiter nachgehen wird. Beck forderte weitere Zeugen auf, sich mit jeglichen Beobachtungen, die im Zusammenhang mit dem Verschwinden von Monika Frischholz stehen könnten, zu melden. „Alles kann uns weiterbringen. In jeder Beobachtung könnte der Schlüssel zum Erfolg liegen“, sagte der Polizeisprecher. Ob in den kommenden Tagen weitere Grabungen stattfinden werden, konnte Beck noch nicht sagen.

„Alles kann uns weiterbringen. In jeder Beobachtung könnte der Schlüssel zum Erfolg liegen.“

Polizeisprecher Florian Beck

Schon in der vergangenen Woche hat die Polizei in der Nähe der Ortschaft Waldkirch (Lkr. Neustadt/Waldnaab) mit schwerem Gerät nach den sterblichen Überresten der Schülerin aus Flossenbürg gesucht.

Einsatz seit neun Uhr

Seit etwa neun Uhr früh waren die Ermittler der „EG Froschau“ am Montag an einem Waldrand südlich der kleinen Ortschaft Waldkirch bei Flossenbürg im Einsatz. Die Grabungsstelle liegt nur wenige Meter von der ersten Grabungsstelle entfernt.

Kriminalität

Monika Frischholz: Was wir bisher wissen

Seit 1976 fehlt von der damals Zwölfjährigen aus Flossenbürg jede Spur. Am Montag gräbt die Polizei erneut bei Waldkirch.

Die Kriminalpolizei Weiden wird auch weiterhin von anderen Polizeikräften bei den Grabungen unterstützt. So sind unter anderem Kräfte des Fachkommissariats für Spurensicherung bei der Kriminalpolizeiinspektion Weiden i.d.OPf., der Tatortgruppe des Bundeskriminalamtes und einer technischen Einsatzeinheit der Bayerischen Bereitschaftspolizei aus Nürnberg vor Ort. Auch ein Bagger eines zivilen Unternehmens hilft bei den Grabungen.

Der Fall Frischholz

Am 25. Mai 1976, gegen 15.30 Uhr, wurde die damals 12-jährige Monika Frischholz in ihrem Heimatort Flossenbürg zum letzten Mal lebend gesehen. Im Februar war der letzte noch lebende Verwandte von Monika Frischholz, ihr Bruder Bruno, gestorben. Er hatte noch mitbekommen, dass die Polizei ein weiteres Mal die Akten öffnet, noch einmal tief in die Vergangenheit eintauchen will, um diesen sogenannten Cold Case doch noch zu klären.

Die Polizei geht einer neuen Spur im Fall Monika Firschholz nach. Foto: Alexander Auer
Die Polizei geht einer neuen Spur im Fall Monika Firschholz nach. Foto: Alexander Auer

Die vom Bayerischen Landeskriminalamt ausgesetzte Belohnung für Mitteilungen, die zur Aufklärung der Tat oder zur Ergreifung des Täters führen, in Höhe von 10 000 Euro, soll nach wie vor motivieren, Informationen an die Polizei weiterzugeben. Zeugen, die sich bis jetzt noch nicht bei der Polizei gemeldet haben, werden um sachdienliche Hinweise zur Aufklärung des Mordes unter der Rufnummer (09 61) 40 12 91 gebeten.

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