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Kriminalität

Mordfall Loew: Ermittlungen eingestellt

Nach der Tat in Wernberg im Dezember 2014: Die Ehefrau des Opfers und ihr Lebensgefährte gelten nicht mehr als Verdächtige.
Von Wolfgang Ziegler

Das Anwesen von Dieter Loew in Wernberg: Dort wurde der Unternehmer am 23. Dezember 2014 blutüberströmt aufgefunden. Er starb vier Wochen später. Foto: Archiv
Das Anwesen von Dieter Loew in Wernberg: Dort wurde der Unternehmer am 23. Dezember 2014 blutüberströmt aufgefunden. Er starb vier Wochen später. Foto: Archiv

Wernberg.Mehr als viereinhalb Jahre nach dem tödlichen Angriff auf Dieter Loew hat die Staatsanwaltschaft Amberg das Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Mordes gegen die heute 55-jährige Ehefrau des Getöten und ihren 28-jährigen Lebensgefährten wegen Nichtnachweisbarkeit einer Tatbeteiligung eingestellt. Die Verteidiger, die beiden Regensburger Rechtsanwälte Robert Hankowetz und Thomas Winkelmeier begrüßt diese, wenn auch späte, Einstellung und sahen sich in ihrer langjährig geäußerten Auffassung bestätigt, dass der Tatverdacht gegen ihre Mandanten von Anfang an nicht haltbar war.

Der Unternehmer Dieter Loew war in der Nacht zum 22. Dezember 2014 in seinem Haus in Wernberg (Landkreis Schwandorf) überfallen und schwer verletzt worden. Der damals 76-jährige starb vier Wochen später im Krankenhaus. Seit März 2015 standen die getrennt lebende Ehefrau und deren Lebensgefährte, ein Polizeibeamter, im Fokus der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen.

Bereits Anfang 2016 und erneut Anfang 2017 hatten die Regensburger Strafverteidiger die überlange Spurenanalysedauer bemängelt. Robert Hankowetz, der Anwalt der Ehefrau des Opfers, sagte schon damals gegenüber der Mittelbayerischen, dass die bisherigen Ermittlungen und Spurenauswertungen den zunächst in den Raum gestellten Verdacht nicht hätten bestätigen können. Das Gegenteil sei der Fall, so Hankowetz.

Die Staatsanwaltschaft Amberg ist nunmehr mit der Einstellungsverfügung auch den Anträgen der Verteidigung auf ergänzende Akteneinsicht nachgekommen. Die hierbei neu überlassenen, umfangreichen Akten müssen jetzt einer eingehenden Sichtung unterzogen wegen, um Grundlagen etwaiger Schadensersatzansprüche zu prüfen.

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