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Mordprozess verschiebt sich weiter

Seit Montag sollte eine Zahnärztin aus Laberweinting vor Gericht stehen. Doch ein Coronatest verzögert sich.
Von Isolde Stöcker-Gietl

Wegen eines ausstehenden Testergebnisses auf Coronaviren verschiebt sich der Mordprozess gegen die Zahnärztin erneut. Foto: Tino Lex
Wegen eines ausstehenden Testergebnisses auf Coronaviren verschiebt sich der Mordprozess gegen die Zahnärztin erneut. Foto: Tino Lex

Regensburg.Der Prozess gegen eine adelige Zahnärztin aus Laberweinting (Lkr. Straubing-Bogen), die im Verdacht steht, ihren Ehemann getötet zu haben, verzögert sich weiter. Noch immer stehe das Ergebnis eines Coronatests im Umfeld der inhaftierten Frau aus. Das Labor hatte eine Überlastung gemeldet und will nun bis Mittwochabend die Ergebnisse liefern, teilte Thomas Polnik, Sprecher des Landgerichts Regensburg mit. Laut Polnik soll nun am Donnerstag mit der Anklageverlesung und einem umfassenden Beweisprogramm begonnen werden.

Wie berichtet, waren am Sonntag zwei Frauen aus der JVA Regensburg, die Kontakt zur Angeklagten hatte, in die JVA Aichach verlegt worden. Dort wurde bei beiden eine erhöhte Temperatur festgestellt. Daraufhin vertagte der Vorsitzende Richter Dr. Michael Hammer den Prozess zunächst. Ob der Prozess nun am Donnerstag beginnen wird, wird nach der Mitteilung der Testergebnisse entschieden. Erst dann ist klar, ob möglicherweise auch die Angeklagte getestet werden muss. Michael Haizmann, einer der drei Verteidiger der Frau, hatte gefordert, das Verfahren abzusetzen und in einigen Wochen neu anzuberaumen. Der Vorsitzende Richter hatte allerdings den Standpunkt vertreten, dass aufgrund des Beschleunigungsgrundsatzes eine Aussetzung des Verfahrens problematisch sein könnte, da die Angeklagte in Untersuchungshaft sitze.

Der Zahnärztin wird Mord aus Habgier vorgeworfen. Sie soll ihren Ehemann getötet haben, um im Falle einer Scheidung keine finanziellen Zahlungen leisten zu müssen, wirft ihr die Staatsanwaltschaft vor. Der Mann starb durch Gewalt gegen den Hals. Seine Leiche wurde erst nach Wochen in einem Waldgebiet in Tschechien gefunden. Die Identifizierung gestaltete sich schwierig, da dem 69-Jährigen alle Zähne gezogen worden waren. Erst durch sein Hüftimplantat klärte sich der Vermisstenfall auf. Die Ehefrau bestreitet die Tat nicht, will aber in Notwehr gehandelt haben.

Justiz

Prozess um adelige Zahnärztin vertagt

Auch Gerichte werden durch Corona ausgebremst. In diesem Fall geht es um einen Verdachtsfall im Umfeld der Angeklagten.

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