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Musik

Mozartfest beleuchtet die Machtspiele rund um das Musikgenie

Das Deutsche Mozartfest zeigt in diesem Jahr die Verbindung von Mächtigen und der Musik in vergangenen Jahrhunderten. Das Augsburger Festival beginnt am 4. Mai mit einem Konzert des Barockensembles Cappella Gabetta. Die Gruppe spielt Werke von Antonio Vivaldi und anderen Komponisten, die am Hofe der Habsburger in Wien aufgeführt wurden. „Musik hat seit jeher eine enge Verbindung zu den Mächtigen und zu Mozarts Zeit hatte die Musik nun mal dem Adel bzw. der Kirche zu dienen“, erklärte Festivalleiter Simon Pickel das Motto „Machtspiele - Powerplay“.

Augsburg.Als Komponist habe damals nur jemand etwas gegolten, wenn er einen prominenten höfischen oder kirchlichen Rang innehatte. „Auch Mozart konnte sich diesem Zwang nicht entziehen und strebte zeit seines Lebens nach einer Hofkomponisten- oder Hofkapellmeisterstelle an einem bedeutenden Fürstenhof“, sagte Pickel. Doch sein „nicht gerade diplomatischer Charakter“ und seine Unfähigkeit zur Unterordnung hätten ihm dies verbaut, so dass Mozart freiberuflich geblieben sei.

Neben Solisten wie der Blockflötistin Dorothee Oberlinger und dem Cellisten Maximilian Hornung werden der Chor des Bayerischen Rundfunks und die Akademie für Alte Musik Berlin in Augsburg erwartet. Das Mozartfest dauert bis 13. Mai, anschließend gibt es ein spezielles Programm für Kinder. Fast alle dieser Schulkonzerte seien bereits ausverkauft, berichtete eine Festivalsprecherin.

Augsburg bezeichnet sich als „Mozartstadt“, weil der Vater von Wolfgang Amadeus Mozart, Leopold Mozart (1719-1787), dort geboren wurde. Seine Vorfahren stammen aus dem westlichen Umland der Stadt, das auch als schwäbischer Mozartwinkel bezeichnet wird. Dort lebten zahlreiche Familien mit dem Namen Mozart. Leopold Mozarts Geburtshaus ist heute ein Museum.

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