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Sicherheit

München rüstet sich für den Gipfel

Für die zentrale Kundgebung in der Landeshauptstadt am 4. Juni haben die Veranstalter schon 10 000 Teilnehmer angemeldet.

Nicht nur rund um Elmau, sondern auch in München laufen die Vorbereitungen für den G7-Gipfel auf Hochtouren.
Nicht nur rund um Elmau, sondern auch in München laufen die Vorbereitungen für den G7-Gipfel auf Hochtouren. Foto: dpa

München.Der G7-Gipfel Anfang Juni in Elmau wird auch der Stadt München ein paar turbulente Tage bescheren. Die Bewohner müssen sich auf Verkehrsbehinderungen, Halteverbote, Straßensperrungen und Demonstrationen mit Tausenden Teilnehmern einstellen. Die zentrale Demonstration in München unter dem Motto „TTIP stoppen – Klima retten – Armut bekämpfen“ am 4. Juni haben die Veranstalter für 10 000 Teilnehmer angemeldet. Die Ordnungsbehörden schließen aber bei schönem Wetter erheblich höhere Zahlen nicht aus.

„30 000 halte ich für realistisch“, sagte Polizeivizepräsident Robert Kopp am Dienstag. Er rechne in München mit einem insgesamt friedlichen Ablauf. „Im Moment schaut es eher so aus, dass sich die gewaltbereite Szene Richtung Garmisch und Elmau konzentriert.“ Im Internet werde zu „Aktionstrainings“ aufgerufen, etwa werde das „Überlaufen von Polizeisperren“ geübt.

Die Polizei ist beim G7-Gipfel mit 17 000 Beamten im Einsatz. G7-Kritiker und Gegner wollen bei einer ganzen Serie von Veranstaltungen in München und Garmisch-Partenkirchen ihren Protest gegen die Politik der großen Industrienationen ausdrücken. Die Polizei rechnet damit, dass neben friedlichen Demonstranten auch Randalierer anreisen, teils aus dem Ausland, etwa Italien. Zudem bestehe grundsätzlich eine Gefahr von Anschlägen, insbesondere aus dem Bereich des islamischen Extremismus, hieß es.

Nicht nur rund um den Tagungsort Schloss Elmau in Krün, sondern auch in München wurden bereits Kanaldeckel versiegelt. Von Mittwoch an sollen Halteverbote aufgestellt werden – frühzeitig, damit die Menschen vor dem Pfingsturlaub ihre Autos wegparken können, wie Kreisverwaltungsreferent Wilfried Blume-Beyerle sagte. Es werde 915 zusätzliche Halteverbote geben. „Das ist, glaube ich, absoluter Rekord.“

Zum Gipfel hin werde es Straßensperrungen und somit Verkehrsbehinderungen geben. „Dass man überall mit Staus rechnen muss und mit längere Fahrzeiten, ist klar“, sagte Blume-Beyerle. Am 8. Juni seien zudem mündliche Abiturprüfungen angesetzt. „Wir können den Abiturienten nur dringend raten, frühzeitig aufzubrechen, um die mündliche Prüfung nicht zu versäumen. Schlafen können sie eh nicht.“

Der G7-Gipfel – das jährliche Treffen der Staats- und Regierungschefs der sieben führenden westlichen Industrienationen – findet am 7. und 8. Juni auf Schloss Elmau statt. (dpa)

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