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Kriminalität

Mutter und drei Kinder bei Familiendrama getötet

Vier Leichen werden in einem Mehrfamilienhaus in Bayern gefunden. Ein Vater soll dort seine Frau und die drei gemeinsamen Kinder getötet haben. Nach der Tat springt oder stürzt er aus dem dritten Stock - und überlebt schwer verletzt.

Vier Tote bei Familiendrama in Mittelfranken. Foto: Catherine Simon
Vier Tote bei Familiendrama in Mittelfranken. Foto: Catherine Simon

Gunzenhausen.Bei einer Familientragödie im fränkischen Gunzenhausen sind eine Frau und ihre drei Kinder getötet worden. Tatverdächtig ist nach Angaben der Polizei vom Dienstag der Vater und Ehemann. Der 31-Jährige sprang oder stürzte nach ersten Erkenntnissen der Ermittler nach der Tat vom Balkon im dritten Stockwerk. Er wurde schwer verletzt vor dem Hochhaus gefunden, in dem die Familie wohnte.

Ein Verwandter hatte um kurz vor 6.00 Uhr morgens den Mann und die Leichen der 29-jährigen Frau, der dreijährigen Tochter und der sieben und neun Jahre alten Jungen gefunden. Er rief die Einsatzkräfte.

Was sich zuvor in der Wohnung in dem neunstöckigen Mehrfamilienhaus abgespielt hat, war zunächst unklar. Der Polizeisprecher konnte noch nichts zu den Hintergründen oder zum Motiv für die Tat sagen. Einen Medienbericht, wonach der Mann seine Frau und die Kinder erstochen hat, wollte er nicht kommentieren. Die genaue Todesursache sei sogenanntes Täterwissen. Zu den Ergebnissen der Obduktionen wollten sich die Ermittler erst an diesem Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Ansbach äußern.

Der 31-Jährige wurde ins Krankenhaus gebracht und operiert. Er sei nicht ansprechbar. Noch am Vormittag kam ein Gerichtsmediziner für eine erste Untersuchung der Leichen zum Tatort. Auch mehrere Notfallseelsorger waren im Einsatz, die sich unter anderem um die Nachbarn kümmerten. Angehörige der Opfer wurden von einem Kriseninterventionsteam betreut. Die Familienmitglieder seien „Deutsche mit russischer Abstammung“, sagte der Polizeisprecher.

Der Erste Bürgermeister von Gunzenhausen, Karl-Heinz Fitz, zeigte sich erschüttert. „Es gab von unserer Seite keine Anhaltspunkte, dass sich da so eine Tragödie ereignen könnte“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Er sei mit der Polizei in Kontakt.

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