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Freitag, 21. September 2018 28° 2

Verkehr

Nächster Brenner-Transit-Gipfel im Juni: Blockabfertigungen

Südtirol und Tirol erhöhen den Druck zur Einführung einer Korridormaut über den Brenner. Beim nächsten Brenner-Transit-Gipfel sollen dazu konkrete Überlegungen präsentiert werden, sagte ein Sprecher der Tiroler Landesregierung am Samstag. Das deutsch-österreichisch-italienische Treffen werde nicht wie ursprünglich im Mai in Innsbruck, sondern voraussichtlich am 12. Juni in Bozen stattfinden, bestätigte der Sprecher einen Bericht der „Tiroler Tageszeitung“ (Samstag). 

Ein Logo des Brenner-Gipfels unter Leitung der EU-Kommission. Foto: Sven Hoppe/Archiv
Ein Logo des Brenner-Gipfels unter Leitung der EU-Kommission. Foto: Sven Hoppe/Archiv

Innsbruck.Beim ersten Transit-Gipfel im Februar in München hatten sich die beteiligten Minister grundsätzlich auf Maßnahmen zur Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene verständigt. Konkrete Maßnahmen sollten beim zweiten Gipfel beschlossen werden, hatte es damals geheißen.

Tirol pochte auf die Verabschiedung eines konkreten Zeitplanes, der etwa eine Korridormaut von München bis Verona bis spätestens 2019 beinhalten soll. Dieser „Aktionsplan“ müsse auch eine Lkw-Obergrenze sowie das Akzeptieren der von Tirol veranlassten Lkw-Blockabfertigungen auf der Inntalautobahn enthalten.

Die nächsten Blockabfertigungen hat Tirol für den 3. und 5. April angekündigt, um den Lastwagen-Verkehr durch Österreich ab Kufstein zu dosieren. Maximal 300 Lastwagen dürfen dann den dort eingerichteten Checkpoint pro Stunde passieren. Die Maßnahme hatte auf bayerischer Seite bereits mehrfach zu langen Lkw-Staus geführt. Für 2018 sind mindestens weitere 22 Blockabfertigungen geplant. Über den Brenner fuhren 2017 rund 2,25 Millionen Lastwagen.

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