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Nicht jeder bekommt Entschädigung nach Güterzugunfall

Nach einem Güterzugunfall in München, der eine lange Streckensperrung verursacht hatte, sollen betroffene Pendler eine Entschädigung erhalten - allerdings nicht alle. Die Südostbayernbahn (SOB), deren Züge die Strecke zwischen München-Riem und Markt Schwaben nutzen, will ihren Kunden einmalig 50 Euro auf ihr Jahres-Abo erstatten, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn mitteilte. Das betrifft etwa 3400 Nutzer. Keine Entschädigung erhalten dagegen die Abo-Kunden der S-Bahn, deren Linie S2 ebenfalls auf dieser Strecke fährt. Es sei nicht feststellbar, wer tatsächlich von dem Unfall betroffen gewesen sei, erklärte der Sprecher. Zuerst hatte der „Münchner Merkur“ berichtet.

München.„Die SOB hat mit der Hauptlinie nach München einen klar definierten Kundenkreis“, sagte der Sprecher. Die S-Bahn dagegen sei Teil des Münchner Verkehrsverbunds (MVV) mit rund 375 000 Abonnenten, die den nicht rabattierten Tarif zahlen und einen großen Raum mit vielen Linien befahren können. „Wollte man gerecht sein, müsste man theoretisch alle MVV-Kunden entschädigen.“

Der Güterzug war Ende April nahe dem Umschlagbahnhof München-Riem von den Gleisen gesprungen. Es entstand ein massiver Schaden, vier Tage lang ging auf der Strecke im Münchner Osten gar nichts.

Die SOB mit Sitz im oberbayerischen Mühldorf ist ein „Regionetz“ unter dem Konzerndach der Deutschen Bahn, erklärte der Sprecher. Sie betreibe ihre Infrastruktur und den Verkehrsbetrieb in Eigenregie. Die S-Bahn dagegen gehört zur Sparte „Personenverkehr“ der Bahn. Sie ist tariflich in den MVV eingebunden.

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