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Oberpfälzer CSU-Politiker rüffeln Spitzner

Hans Spitzner

Die Überlegungen des Oberpfälzer CSU-Bezirksvorsitzenden Hans Spitzner, der Einzug von Wirtschaftsministerin Emilia Müller in den Landtag könnte bei den nächsten Wahlen in Gefahr sein, sind gestern auf scharfe Kritik gestoßen. „Spitzner soll da löschen, wo es wirklich brennt, statt in Schwandorf zu zündeln, wo alles in Ordnung ist“, sagte der Schwandorfer CSU-Landtagsabgeordnete Otto Zeitler der MZ. „Es ist unmöglich von einem Bezirksvorsitzenden, eine Ministerin zu diskreditieren, indem man ihre Wahlchancen in Frage stellt“, erklärte die Abgeordnete Marianne Deml. Die CSU-Politiker aus den Stimmkreisen 307 Schwandorf und 305 Regensburg-West/Schwandorf kommentierten mit diesen heftigen Worten die neuesten Spekulationen des Oberpfälzer CSU-Chefs. Spitzner hatte in einem MZ-Gespräch angedeutet, sie sollten den Weg frei machen für eine Direktkandidatur der Wirtschaftsministerin Müller.

„Taktik eines dahinsiechenden Bezirksvorsitzenden“, vermutet Zeitler hinter dem Vorstoß. Spitzner wolle „Emilia Müller von der Liste weglocken, um vielleicht selbst den Spitzenplatz dort zu behalten“. Marianne Deml zeigte sich „verwundert“ über Spitzners „Alleingang“. Emilia Müller, derzeit auf Dienstreise in Ostasien, habe ihr gegenüber keine Ansprüche auf eine Direktkandidatur angemeldet. Zu eigenen Ambitionen will sich Deml noch nicht äußern. Die Kandidatenfrage werde „in den Gremien entschieden“. Der Schwandorfer Kreisvorstand habe sie beauftragt, „mit dem Regensburger Landrat Herbert Mirbeth möglichst eine Lösung zu suchen, die von beiden Seiten getragen wird“. Mirbeth, der Vorsitzende des CSU-Kreisverbands Regensburg-Land, hätte den Stimmkreis gern mit Philipp Graf von und zu Lerchenfeld besetzt. „Fest steht: Der Landkreis Regensburg hat das Vorschlagsrecht“, sagte Mirbeth gestern auf Nachfrage der MZ. So sei dies mit Schwandorf und Marianne Deml vereinbart, die als aktuelle Stimmkreisabgeordnete dazu „um den 16. März“ eine Erklärung abgeben werde. Wen die Regensburger ins Rennen schicken wollen, ist für Mirbeth klar: „Wir verfügen mit Graf Lerchenfeld über einen Abgeordneten, der im Landtag integriert ist und mir gegenüber auch schon erklärt hat, für eine Kandidatur zur Verfügung zu stehen.“

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