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Theater

Opernhaus bekommt Nachbau barocker Bühnentechnik

Das Markgräfliche Opernhaus in Bayreuth bekommt seine barocke Bühnentechnik zurück - als originalgetreue Nachbauten. Die Effektmaschinen sollen künftigen Besuchern zeigen, wie einst bei Opernaufführungen Regen, Donner und Wind simuliert wurden. Die Nachbauten kommen nach der Wiedereröffnung des sanierten Opernhauses bei den Residenztagen (17. bis 29. April) zum Einsatz, wie Ingo Berens von der bayerischen Schlösserverwaltung in Bayreuth sagte. Anschließend sollen sie in einer Ausstellung zu erleben sein.

Klaus-Dieter Reus hinter einer Donnermaschine. Foto: Armin Weigel
Klaus-Dieter Reus hinter einer Donnermaschine. Foto: Armin Weigel

Bayreuth.In der Werkstatt der Schlossverwaltung in Bayreuth haben die Schreiner nun Wind-, Regen- und Donnermaschine nach barockem Vorbild nachgebaut. Das Regengeräusch entsteht durch Erbsen, die über Blechplatten in einen Holzschacht rieseln. Das Donnergrollen erzeugen Holzkugeln, die durch einen Holzkasten poltern. Beraten wurden die Handwerker vom Theaterexperten und früheren Gymnasiallehrer Klaus-Dieter Reus, der seit 25 Jahren zur barocken Bühnentechnik forscht und mit mehreren Schülergenerationen Theatermaschinen nachgebaut und eine europaweite Wanderausstellung erarbeitet hat.

Das 1748 eingeweihte Markgräfliche Opernhaus gehört seit 2012 zum Weltkulturerbe der Unesco und ist für rund 30 Millionen Euro saniert worden. Bauherrin war Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth (1709-1758), eine Schwester Friedrichs des Großen.

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