mz_logo

Bayern
Mittwoch, 25. April 2018 22° 3

Ausstellungen

Pop Art und Gegenwartskunst: „I'm a Believer“ in München

Was hat die Pop Art des 20. Jahrhunderts mit der Kunst von heute zu tun? Das Münchner Lenbachhaus gibt in einer Ausstellung darauf Antwort. „I'm a Believer“ zeigt Werke von Andy Warhol bis Gerhard Richter.

Die Fassade der städtische Galerie Lenbachhaus in München. Foto: Peter Kneffel/Archiv

München.„I'm a Believer“: In einer neuen Ausstellung spannt das Lenbachhaus in München einen Bogen von der Pop Art bis zur Gegenwartskunst. Pop Art-Künstler hätten nicht nur populäre Werke geschaffen, sagte der Direktor der Städtischen Galerie, Matthias Mühling, am Montag in München. Viele setzten sich auch kritisch mit politischen Themen auseinander, etwa mit den Folgen des Kapitalismus oder mit Krieg - Kunst als Kommentar, aber nicht abgehoben, sondern verständlich und immer wieder ironisch distanziert. Die Bilder der Schau „I'm a Believer - Pop Art und Gegenwartskunst“ stammen allesamt aus Beständen des Museums und sind von diesem Dienstag an zu sehen.

Zu Beginn gibt es klassische Pop Art-Bilder, etwa Andy Warhols legendäre Suppendosen, kontrastiert mit Fotografien von Walker Evans, der in den 1930er Jahren das Leid armer Menschen in den USA ablichtete, die unter der Großen Depression litten. Von Sigmar Polke ist unter anderem „Hollywood“ aus dem Jahr 1970 zu sehen, gemalt auf bunt gestreiftem deutschen Matratzenstoff. Knallbunt und poppig ist Ulrike Ottingers Siebdruck-Serie „Journee d'un G.I.“ von 1967, aus der auch der Titel der Ausstellung stammt. „I'm a Believer“, steht auf einem Bild in einer Sprechblase eines Piloten, der aus seinem Flugzeug Bomben abwirft über Vietnam.

Auch Künstler, die nicht der Pop-Art zuzuordnen sind, sind dabei: So ist etwa Gerhard Richters Fotografie-Zyklus Birkenau zu sehen, der die Frage aufwirft, wie sich die Schrecken des Holocausts künstlerisch überhaupt darstellen lassen. Der Künstler hat den Raum eigens für das Lenbachhaus eingerichtet, in der Mitte seine Installation „10 Scheiben“, in der sich die Bilder und die Besucher spiegeln. Darüber hinaus gibt es auch Exponate der Österreicherin Maria Lassnig, Malerei-Installationen von Amy Sillman oder die Gemälde-Reihe „Mare Nostrum“ von Miriam Cahn, die auf der documenta 14 zu sehen waren und in der die Schweizerin das Leid der Flüchtlinge thematisiert.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht