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Prozesse

Prozess: 30 Jahre nach Vergewaltigung

In Aschaffenburg steht ein 55-Jähriger vor dem Landgericht. Seine mutmaßliche Tat liegt bereits lange zurück.

Eine Außenansicht des Landgerichts. Foto: Daniel Karmann/Archiv
Eine Außenansicht des Landgerichts. Foto: Daniel Karmann/Archiv

Aschaffenburg.30 Jahre nach dem versuchten Mord an einer jungen Frau aus dem Raum Offenbach beginnt heute vor dem Landgericht Aschaffenburg der Prozess gegen einen 55 Jahre alten Mann. Er soll im Januar 1988 in einem Wald bei Aschaffenburg an der Landesgrenze zu Hessen die damals 22-Jährige vergewaltigt und beinahe erstochen haben. Laut Anklage hielt er sein Opfer für tot und verscharrte den Körper im Wald. Die Frau konnte sich aber zu einer Straße retten, wo sie ein Autofahrer entdeckte.

Eine DNA-Spur führte die Polizei im vergangenen Herbst auf die Spur des Angeklagten, nachdem ein damaliges Beweisstück erneut untersucht worden war. Die Ermittler überprüfen regelmäßig ungeklärte Fälle, dabei werden neue Ansätze gesucht oder Beweisstücke mit Hilfe moderner Methoden und Technik überprüft. Der Angeklagte war 2005 wegen Vergewaltigung, versuchter sexueller Nötigung und Körperverletzung verurteilt worden. Deshalb befand sich seine DNA in der Datenbank der Polizei. Der 55-jährige Deutsche gestand den Ermittlern zufolge die Vergewaltigung, bestritt aber den Mordversuch. Am ersten Verhandlungstag soll auch das Opfer der brutalen Tat als Zeugin aussagen.

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