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Kriminalität

Prozess: Opfer gefesselt und entmannt

Zu Beginn des Mordprozesses in Landshut hat der Beschuldigte teilweise gestanden. Er sagt: Es war eine Tat aus Rache.

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David Ebener/Archiv
Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David Ebener/Archiv

Landshut.Er soll seinen Mitbewohner in einer Asylbewerberunterkunft geschlagen, gefesselt und entmannt haben: Zu Beginn eines Mordprozesses vor dem Landgericht in Landshut hat der Beschuldigte ein Teilgeständnis abgelegt. Zum Tatzeitpunkt im September 2017 habe er das Opfer aber nicht töten wollen, beteuerte der 48-Jährige aus Kasachstan. Er habe sich rächen wollen, weil er von dem Mann zuvor mehrfach vergewaltigt worden sei. Das Opfer starb den Ermittlungen zufolge an Blutverlust sowie an einem schweren Schädel-Hirn-Trauma.

Laut Staatsanwaltschaft leidet der 48-Jährige an einer „Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis“. Der Mann war bis zum Prozessauftakt in einer psychiatrischen Klinik untergebracht. In der Verhandlung sollte geklärt werden, ob er zum Tatzeitpunkt schuldunfähig war und langfristig in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht wird.

Am Morgen des 23. September 2017 war der Mann nach eigenen Angaben in sein Zimmer in der Unterkunft in Eggenfelden gekommen, um zu duschen. Sein Mitbewohner habe ihn zum Sex aufgefordert und dabei gelächelt – daraufhin sei er wütend geworden. Zunächst habe er mit einem Stein auf den Kopf des Mitbewohners eingeschlagen, ihn dann gefesselt und den Penis des Mannes mit einem Messer abgetrennt. (dpa)

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