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Religion

Regensburg bekommt eine neue Synagoge

500 Jahre nach der Zerstörung des ersten eröffnet die jüdische Gemeinde in der Oberpfälzer Stadt ein neues Gebetshaus.

2016 war mit vielen Ehrengäste der Grundstein gelegt worden. Foto: Armin Weigel/dpa
2016 war mit vielen Ehrengäste der Grundstein gelegt worden. Foto: Armin Weigel/dpa

Regensburg.500 Jahre nach der Zerstörung der ersten Synagoge hat die jüdische Gemeinde in der Oberpfälzer Stadt ein neues Gebetshaus. Dessen Eröffnung findet am Mittwoch in dieser Woche statt – und somit gut 80 Jahre nach der Reichskristallnacht mit dem Beginn der organisierten Judenverfolgung im Nationalsozialismus und der Zerstörung der damaligen Synagoge. Der neun Millionen Euro teure Bau befindet sich in der Altstadt und unweit des Doms auf dem Grundstück, auf dem bis 1938 die vorherige Synagoge stand.

Erste Eindrücke von der neuen Synagoge sehen Sie im Video:

Ein erster Blick in die neue Synagoge

Der schlicht gehaltene Kuppelbau fügt sich in die Umgebung ein. Die sandfarbenen Backsteinziegeln sollen Beständigkeit symbolisieren, sagte Architekt Per Pedersen aus Berlin am Dienstag. Große Fester stünden - trotz aller erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen - für Offenheit und Öffnung nach Außen hin. Der helle Gebetsraum ist mit Holzlamellen verschalt. Aufgrund der Akustik sind keine Lautsprecher erforderlich. Die Synagoge folgt dem orthodoxen Ritus und ist nach Osten - also nach Jerusalem - hin ausgerichtet. Frauen und Männer sitzen getrennt.

Am Mittwoch sollen in einer Zeremonie die drei Thorarollen aus dem bisherigen Gebetsraum in die neue Synagoge gebracht werden, wie Gemeindevorsitzende Ilse Danziger sagte. Zu der Eröffnung werden der Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, und Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) erwartet.

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