MyMz

Autokennzeichen

Regensburger Landrat schert aus

Herbert Mirbeth will die Nostalgie-Autonummern PAR, BUL, ROL und MAL doch nicht einführen. Er sieht sonst die Identität der Region in Gefahr.
Von Fritz Winter, MZ

Landrat Herbert Mirbeth ist gegen die Wiedereinführung der alten Kennzeichen im Landkreis Regensburg. Foto: Archiv

Regensburg.Der Regensburger Landrat Herbert Mirbeth (CSU) wird in seinem Landkreis keine historischen Autokennzeichen ausgeben lassen. „Ich sehe dafür absolut keinen Handlungsbedarf“ sagte er am Montag auf Anfrage der Mittelbayerischen Zeitung.

Mirbeth ist damit der einzige Landrat in der Oberpfalz, der sich gegen diesen Nostalgietrend stemmen will. Bei einer Tagung der Landkreischefs in der vergangenen Woche hatten seine sechs Kollegen übereinstimmend erklärt, dass sie die Wiedereinführung der seit der Gebietsreform im Jahre 1972 nicht mehr ausgegebenen Kennzeichen für Unsinn halten. Sie wollten sich jedoch nicht mit allen Mitteln dagegen stemmen, „weil die Landkreise ganz andere Probleme haben als dieses Thema“, wie es Landräte-Sprecher Simon Wittmann (CSU) formulierte.

Mirbeth erklärte, er habe zwar Verständnis für die Haltung seiner Kollegen, werde aber in seinem Landkreis anders verfahren. Das Kennzeichen „R“ für Stadt und Landkreis Regensburg sei zum Symbol für eine zusammengewachsene Region geworden, durch die kein Riss mehr gehen sollte. Er habe diese Meinung auch bei einem Neujahrsempfang in der Gemeinde Schierling vertreten, die vor der Gebietsreform zum Landkreis Mallersdorf gehörte. „Und dort habe ich Applaus bekommen“. Auch in seiner Heimatstadt Hemau, die früher zum Kreis Parsberg gehörte, wolle „bei aller freundschaftlichen Verbundenheit niemand mit einem PAR am Auto herumfahren“, sagte er. Im Kreis Regensburg könnten theoretisch die Kennzeichen PAR für Parsberg, BUL für Burglengenfeld, ROL für Rottenburg und MAL für Mallersdorf ausgegeben werden.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht