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Reizgas im Festzelt: Angeklagter streitet Vorwürfe ab

Nach der Reizgas-Attacke in einem oberfränkischen Festzelt mit 45 Verletzten hat der Tatverdächtige am ersten Prozesstag die Vorwürfe abgestritten. Der Angeklagte habe beteuert, dass er das Pfefferspray nicht versprüht hat, sagte ein Sprecher des Landgerichts Hof am Donnerstag. So hat der Angeklagte eigenen Ausführungen zufolge zwar am Nachmittag ein solches Spray bei sich geführt, dieses aber im Laufe des Abends verloren. Der 30 Jahre alte Arbeitslose muss sich wegen gefährlicher Körperverletzung in 45 Fällen verantworten.

Mit einem Richterhammer wie diesem wird auch in diesem Prozess Recht gesprochen. Foto: U. Deck/Archiv
Mit einem Richterhammer wie diesem wird auch in diesem Prozess Recht gesprochen. Foto: U. Deck/Archiv

Hof.Am Donnerstag sagten fast ein Dutzend Zeugen zu dem Reizgas-Vorfall im Juli 2016 auf dem Nailaer Wiesenfest im Landkreis Hof aus. Keiner der Befragten hatte den Angeklagten allerdings bei der Tat beobachtet. Die Richter müssen in dem Indizienprozess deshalb nun in erster Line prüfen, ob dem Angeklagten die Tat überhaupt nachgewiesen werden kann.

Im Falle einer Verurteilung droht dem Oberfranken eine Strafe von mindestens sechs Monaten und maximal zehn Jahren. Der Prozess wird am 12. März fortgesetzt. Dann sollen vor allem Opfer des Reizgas-Vorfalls zur Wort kommen, die zu ihren Verletzungen aussagen werden. Das Gericht hat insgesamt 56 Zeugen und einen Sachverständigen geladen. Ein Urteil wird spätestens am 21. März erwartet.

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