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Schlagabtausch am Aschermittwoch

Der politische Aschermittwoch steht für deftige Kost, wenn Spitzenpolitiker an den Rednerpulten stehen. Themen gibt es genug.

Noch sind die Bierbänke in den Zelten leer. Das wird sich aber bald ändern, denn der politische Aschermittwoch ist immer ein Publikumsmagnet. Foto: Marijan Murat/dpa
Noch sind die Bierbänke in den Zelten leer. Das wird sich aber bald ändern, denn der politische Aschermittwoch ist immer ein Publikumsmagnet. Foto: Marijan Murat/dpa

Regensburg.CDU-Führungskrise, Anschlag von Hanau, Regierungskrise in Thüringen: An Themen mangelt es in diesem Jahr sicher nicht. Zum Beginn der Fastenzeit liefern sich die Politiker der großen Parteien einen Schlagabtausch. Am politischen Aschermittwoch schicken CSU, Grüne, SPD, Freie Wähler, FDP, AfD, Linke und ÖDP an verschiedenen Orten in Niederbayern ihre stärksten Redner ins Rennen.

Mit besonderer Spannung werden dabei die Reden der Unionspolitiker erwartet: Im niederbayerischen Passau spricht CSU-Chef Markus Söder, in Fellbach bei Stuttgart Noch-CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer (beide ca. 11 Uhr) und ab nachmittags in Lennestadt im Sauerland CDU-Vize Armin Laschet (17.45 Uhr) sowie am Abend im thüringischen Apolda Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz (ca. 19 Uhr). Laschet und Merz sind seit Dienstag Konkurrenten um den CDU-Chefposten.

Ebenfalls am Vormittag steht im niederbayerischen Landshut Grünen-Chef Robert Habeck auf der Bühne, in Vilshofen hat die SPD Parteichefin Saskia Esken (beide ca. 11 Uhr) geladen. Im baden-württembergischen Biberach hat sich zudem zeitgleich Co-Grünen-Chefin Annalena Baerbock angekündigt.

Angesichts der bundespolitischen Brennpunkte drohen in Bayern die Aschermittwoch-Reden der anderen Parteien wenige Wochen vor der Kommunalwahl ein wenig unterzugehen. Gut möglich also, dass Freie Wähler, Linke, ÖDP, AfD und versuchen werden, mit besonders derben Aussagen aufzufallen.

Schlagabtausch

Aschermittwoch mit Söder, Habeck und Co.

Bayerns Parteien vor dem Schlagabtausch: Söder stärken gute Umfragewerte, bei Anderen ist Motivationsarbeit Gebot der Stunde

Der politische Aschermittwoch feiert in diesem Jahr seinen 101. Jahrestag: 1919 hatte der bayerische Bauernbund anlässlich des Viehmarkts im niederbayerischen Vilshofen erstmals zu einer Kundgebung geladen – das Politspektakel war geboren. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der politische Aschermittwoch von der Bayernpartei wiederbelebt, bevor die CSU und auch alle anderen Parteien folgten. Seit einigen Jahren lockt der Aschermittwoch auch außerhalb Bayerns immer mehr Menschen und Politiker in Hallen und Zelte. (dpa)

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