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Sea-Eye-Helfer beklagen Schikane

Die Regensburger Retter suchen einen Hafen für ihr Schiff. Malta verweigert ihnen das Anlegen und den Austausch der Crew.

Die Rettungsmannschaft verließ am Freitagmorgen das Schiff – lediglich die Mindestbesatzung blieb zurück. Foto: Alexander Draheim/sea-eye.org
Die Rettungsmannschaft verließ am Freitagmorgen das Schiff – lediglich die Mindestbesatzung blieb zurück. Foto: Alexander Draheim/sea-eye.org

Regensburg.Die Regensburger Sea-Eye-Helfer suchen einen Hafen für ihr Schiff „Professor Albrecht Penck“. Am Samstag teilten sie mit, dass Malta dem Schiff das Anlegen im Hafen verweigert habe. Das Gleiche gelte für die Möglichkeit, eine Ersatzbesatzung zu schicken. Zehn Crewmitglieder durften das Schiff verlassen, um heimzukehren. Die Mindestbesatzung bleibt nun zurück.

Am Mittwoch hatten 17 Geflüchtete, die Sea-Eye am 29. Dezember 2018 aus einem überfüllten Fischerboot aufgenommen hatte, das Land betreten dürfen – nach einer tagelangen Hängepartie vor Malta. Die Regensburger Helfer schreiben, dass die Bundesregierung Sea-Eye ein „rechtlich konformes Verhalten“ im Rahmen der Rettungsaktion attestierte. Trotz intensiver Bemühungen des deutschen Botschafters in Valletta, habe Malta dem Sea-Eye-Schiff ohne Begründung das Anlegen im Hafen verboten. „Die Würde unserer Crew und der geretteten Menschen wurde nicht nur angetastet, sie wurde im Mittelmeer ertränkt“, sagte Sea-Eye-Sprecher Gorden Isler.

Nun sucht die „Professor Albrecht Penck“ einen anderen Hafen. Nach einer mehrwöchigen Pause, einer Umtaufung des Schiffes und Verlegung des Heimathafens, will der Verein Sea-Eye unter der Bundesflagge in seine nächste Mission aufbrechen. Sea-Eye fordert die Europäische Kommission auf, sich weiter für eine gemeinsame, europäische und humanitäre Lösung bei der Verteilung von aus dem Mittelmeer geretteten Menschen einzusetzen und einer europäischen Marineoperation das Mandat zu erteilen, möglichst vielen Menschen das Leben zu retten.

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Odyssee für Retter dauert an

Die Crew der „Professor Albrecht Penck“, die vor Malta liegt, ist erschöpft, aber die Einfahrtgenehmigung steht aus.

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