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Seerettung

Sea-Eye setzt auf ein Segelschiff

Die Regensburger Hilfsorganisation will schnell ins Mittelmeer auslaufen. Dazu kauft der Vorsitzende privat ein Schiff.

Flüchtlinge auf einem überfüllten Schlauchboot: Das Foto entstand bei einer Rettungsmission von „Sea-Eye“ im Mittelmeer. Foto: MZ-Archiv/Tomas Bekesas
Flüchtlinge auf einem überfüllten Schlauchboot: Das Foto entstand bei einer Rettungsmission von „Sea-Eye“ im Mittelmeer. Foto: MZ-Archiv/Tomas Bekesas

Regensburg.Die Regensburger Seenotrettungsorganisation Sea-Eye startet eine schnelle Such- und Rettungsmission. Wie Sea Eye am Freitag mitteilte, sei die Situation auf dem Mittelmeer weiter eskaliert. Inzwischen sterbe jeder fünfte Mensch bei dem Versuch, Libyen über das Mittelmeer in Richtung Europa zu verlassen.

Um die Finanzierung des neuen Rettungsschiffes „Sea-Eye 2“ nicht zu gefährden, werde der 1. Vorsitzende der Organisation, Prof. Tilman Mischkowsky, ein Segelboot kaufen und dem Verein für Einsätze zur Verfügung stellen. „So können wir sofort in den Such-, Beobachtungs- und Rettungseinsatz aufbrechen“, erklärte Mischkowsky das Vorgehen in einer Pressemitteilung.

Mischkowsky weiter: „Ich werde als Privatperson ein geeignetes Schiff kaufen, gefunden habe ich es bereits. Es wird aber eine andere Funktion haben.“ Derzeit sind die Nichtregierungsorganisationen, die auf dem Meer retten wollen, an Land gefesselt. Spender und Crews stünden zur Verfügung, aber private Rettungsorganisationen dürften nicht mehr auslaufen. Sie würden von Italien und Malta blockiert. Die „Seefuchs“ von Sea-Eye liegt seit Ende Juni wegen eines Flaggen-Streits im Hafen von Malta.

Um diese Situation aufzulösen. werde die Regensburger Organisation neben dem Schiff „Sea-Eye 2“, das erst noch gekauft werden muss, ein Segelschiff betreiben. Mischkowsky werde den Einsatz des Segelschiffs wirtschaftlich und organisatorisch unter seine Ägide nehmen und den Missionsstart finanzieren. „Ich bin sicher, dass es mir gelingt, in den nächsten zwei Wochen ins Mittelmeer zu starten, um den Menschen zu zeigen, was dort gerade Grauenhaftes passiert und hoffe, dass sich mir viele Bürgerinnen und Bürger anschließen,“ sagte Mischkowsky gegenüber dem Münchener Merkur.

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