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Religion

Seligsprechung von Guardini und Gerlich begonnen

Der Münchner Erzbischof und Kardinal Reinhard Marx hat am Samstagabend in der Münchner Frauenkirche das Verfahren für die Seligsprechung des Publizisten Fritz Michael Gerlich und des Religionsphilosophen Romano Guardini eröffnet. Kardinal Marx bezeichnete Gerlich als einen Mann, der nie aufgehört habe, die Wahrheit zu suchen, wie das Erzbischöfliche Ordinariat München am Samstagabend mitteilte. Gerlich sei Vorbild und Inspiration für viele Menschen von heute, sagte Kardinal Marx.

In der Münchener Frauenkirche (r) wird Kardinal Reinhard Marx sprechen. Foto: F. Hörhager/Archiv

München.Der Religionsphilosoph Guardini habe einen klaren Blick darauf gehabt „was die Ideologien des 20. Jahrhunderts den Menschen angetan haben“. Er sei ein Mensch gewesen, der nie eng geführt nur auf die Welt der Kirche geschaut habe, sondern immer über die Grenzen hinaus gedacht habe.

Gerlich soll auf Initiative des Erzbistums München und Freising als Märtyrer seliggesprochen werden. Wegen seines religiös geprägten Widerstandes gegen die Nationalsozialisten war er 1934 im Konzentrationslager Dachau von den Nazis ermordet worden. Bei Guardini geht es um die Frage, ob ihm der „Heroische Tugendgrad“ zuerkannt wird, der ein außerordentliches Leben nach Tugenden wie Glaube, Liebe oder Klugheit erfordert. Zudem muss auf seine Anrufung hin ein Wunder geschehen sein. Der Theologe gilt als Wegbereiter der Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils.

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