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Bayern
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Brauchtum

Sonne, Bier und Schützenkönigin: Hof feiert Schlappentag

Bei bestem Wetter haben zahlreiche Bürger der Stadt Hof den 586. Schlappentag gefeiert. Beim Festumzug am Montagvormittag präsentierte sich auch die diesjährige Schlappenkönigin: Nach Angaben der Stadt erwies sich die SPD-Stadträtin Andrea Hering am Vorabend beim Schlappenschießen als beste Schützin.

  • Ein Schütze trinkt während des Hofer Schlappentages 2013 Bier aus einem Pokal. Foto: David Ebener/Archiv
  • Die Schlappenkönigin 2018, Andrea Hering. Foto: Nicolas Armer

Hof.Der Hofer Schlappentag gehört zu den ältesten Handwerker- und Schützenfesten in Deutschland. Am Festumzug beteiligen sich viele Menschen in historischen Kostümen, aber auch Handwerkszünfte.

Der Festtag geht auf ein historisches Ereignis zurück: 1430 überfielen die Hussiten die Stadt und verwüsteten sie. Der Landesherr, der Markgraf von Brandenburg, gewährte den Hofern für den Wiederaufbau Steuerfreiheit, verlangte aber den Aufbau einer Bürgerwehr. Zu den vorgeschriebenen Schießübungen eilten die Bürger aber erst am letztmöglichen Tag - und trugen dabei noch ihre Schlappen. Bald kamen die Schützen auf die Idee, aus der lästigen Pflichtübung ein Fest zu machen - und so wurde eigens Bier gebraut, das Hofer Schlappenbier. Daraus entwickelte sich der Schlappentag in seiner heutigen Form. Das Schlappenbier wird immer noch alljährlich eigens eingebraut.

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