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Notfälle

Steinbruch-Ziege geht es schlecht

Der aus einem Steinbruch geretteten Ziege geht es nicht gut. „Das Tier ist nicht im allerbesten Zustand“, sagte eine Sprecherin des Landratsamtes Miltenberg am Montag. Das Tier fresse nicht und sei von Parasiten befallen; es stehe deshalb derzeit unter Quarantäne. Am Montagabend sollte die Geiß noch einmal umfassend von einem Tierarzt untersucht werden. „Wir hoffen alle, dass sie sich stabilisiert und es gut wird“, so die Sprecherin weiter. Zunächst hatte das „Main-Echo“ darüber berichtet.

Eine weiße Hausziege steht in einem Steinbruch auf einem Vorsprung. Foto: Florian Bofinger/Bergwacht Miltenberg/Archiv
Eine weiße Hausziege steht in einem Steinbruch auf einem Vorsprung. Foto: Florian Bofinger/Bergwacht Miltenberg/Archiv

Miltenberg.Etwa eine Woche lang war die Ziege auf einem Vorsprung in einer steilen Felswand in einem Steinbruch bei Collenberg gefangen. Sie konnte weder vor noch zurück. Am Mittwoch befreiten Retter der Bergwacht die Geiß aus ihrer misslichen Lage, indem sie sie erst betäubten und dann langsam abseilten. Seitdem lebt das Tier bei einer Mitarbeiterin des Veterinäramtes des Landkreises Miltenberg.

Auch in der Gemeinde Collenberg werden die Daumen gedrückt. Dass die Ziege nicht wieder zurück in den Steinbruch darf, stehe bereits fest, sagte der zweite Bürgermeister, Peter Mayer, auf Nachfrage. Das gehe von Amts wegen nicht - „wobei das sicherlich das probateste Mittel wäre“. Die Gemeinde und das Landratsamt suchen deshalb nach großen Gehegen in der Region. „Die Ziege ist ein Wildtier geworden“, so Mayer. Sie müsse deshalb auch entsprechend gehalten werden. Vielleicht frisst die namenlose, weiße Hausziege dann auch wieder etwas. Im Moment verweigert das seit Jahren freilebende Tier sogar Leckereien.

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