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Straubing ist über Corona-Obergrenze

Der Landkreis und die Stadt reißen die Obergrenze. Lockerungen müssen aber nicht zurückgenommen werden.

Eine Mitarbeiterin vom Gesundheitsamt hält einen Abstrichstäbchen in der Hand. Foto: Britta Pedersen/dpa
Eine Mitarbeiterin vom Gesundheitsamt hält einen Abstrichstäbchen in der Hand. Foto: Britta Pedersen/dpa

Straubing.Der Landkreis Straubing-Bogen und die Stadt Straubing reißen in der Corona-Epidemie die Obergrenze von 50 Neuerkrankungen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen. Der Landkreis gab am Sonntag für sich die Quote mit 53,6 an. Dennoch müssten die Lockerungen der bisher geltenden Auflagen nicht zurückgenommen werden, teilte er unter Verweis auf eine Mitteilung des Gesundheitsministeriums mit. Wörtlich heiße es darin: „Weitere Maßnahmen auf breiter Bevölkerungsebene im Landkreis und Stadtkreis scheinen in der aktuellen Situation nicht geboten.“ Sollten die Infektionszahlen in den nächsten Tagen und Wochen steigen, „müssen die Maßnahmen dahingehend angepasst werden“. Das Ministerium billigte demnach die getroffenen Vorkehrungen in dem Fall.

Gesundheit

Corona: Reihentestungen an Schlachthöfen

Die Zahl der Corona-Fälle in einem niederbayerischen Schlachthof ist gestiegen. Die SPD prangert schwere Versäumnisse an.

Am Freitag war bekanntgeworden, dass mindestens 77 Mitarbeiter eines Schlachthofs in Bogen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert sind. Bei einer Reihentestung von Hunderten Beschäftigten der Donautal-Geflügelspezialitäten (DGS) waren 59 Proben positiv. Für die Betroffenen wurde Quarantäne angeordnet. Der Betrieb in dem Unternehmen läuft weiter. In der beginnenden Woche sollen Ergebnisse von ähnlichen Massentests in allen 51 Schlachthöfen im Freistaat vorliegen.

Die Gemeinschaftsunterkünfte, in denen infizierten Mitarbeiter leben, stehen nach Angaben des Landratsamts unter Quarantäne. Erkrankte, die dort nicht isoliert werden können, wurden in eine zentrale Unterkunft gebracht. Nach Angaben der DGS haben die Betroffenen keine oder leichte Symptome.

Bei 18 Beschäftigten der Firma war zuerst das Coronavirus Sars-CoV-2 nachgewiesen worden. Daraufhin hatten die Behörden eine Reihenuntersuchung aller Mitarbeiter angeordnet. Die dafür nötigen Abstriche wurden am vergangenen Dienstag und Mittwoch genommen. (dpa)

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