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Tradition

Straubing rüstet sich für sein Volksfest

Die Planungen für das Gäubodenfest laufen auf Hochtouren. Für eine Maß müssen Besucher etwas tiefer in die Tasche greifen.
Von Melanie Bäumel-Schachtner

Mit einem Volksfestauszug wird das Gäubodenfest am 10. August eröffnet. Foto: Bäumel-Schachtner
Mit einem Volksfestauszug wird das Gäubodenfest am 10. August eröffnet. Foto: Bäumel-Schachtner

Straubing.In Straubing werden derzeit die Weichen gestellt für das Gäubodenfest, eines der größten Volksfeste Ostbayerns. Am Freitag, 10. August, führt der kunterbunte Volksfestzug wieder hinunter zum Straubinger Hagen, wo bis 20. August jeden Tag gefeiert werden kann. Dazu erwartet die Gäubodenstadt rund 1,5 Millionen Besucher – das 30-fache an Einwohnern Straubings. Organisator Max Riedl und sein Team sind mit der Planung schon ganz weit und geben erste Einblicke.

Jahr für Jahr wird vor allem eines mit Spannung erwartet: der Bierpreis. Martin Lechner, der Sprecher der Straubinger Festwirte, hat nun das Geheimnis gelüftet: Die Besucher des Gäubodenfestes müssen auch heuer wieder tiefer in die Tasche greifen, wenn sie sich eine frische Maß leisten wollen. Der Bierpreis steigt im Vergleich zum Vorjahr von 9,10 beziehungsweise 9,15 Euro auf 9,40 und 9,45 je nach Festzelt. „Das ist eine Erhöhung von drei Prozent und ist den gestiegenen Ausgaben der Festwirte geschuldet“, erklärt der Wirtesprecher.

Neuerungen in den Bierzelten

Im historischen Bereich warten nostalgische Fahrgeschäfte auf die Besucher. Foto: Bäumel-Schachtner
Im historischen Bereich warten nostalgische Fahrgeschäfte auf die Besucher. Foto: Bäumel-Schachtner

Insgesamt gibt es wieder sieben Festzelte mit mehr als 26 500 Sitzplätzen, bei denen Komfort besonders wichtig ist: Die Bänke haben Lehnen.

Einige Neuerungen werden auch heuer wieder in den Bierzelten umgesetzt. Lechner selber erklärt, er werde eine zweite Biergartenfläche in Betrieb nehmen, dadurch allerdings die Kapazitäten nicht wesentlich erhöhen: „Mein Ziel ist es, die Reihen luftiger zu gestalten und so mehr Bequemlichkeit zu bieten.“ Damit liegt er mit seinen Kollegen auf einer Linie. Der Vergnügungspark ist 90 000 Quadratmeter groß, dazu kommt mit 8000 Quadratmetern noch der historische Bereich dazu. Neu sind zum Beispiel die XXL-Schaukel mit Überschlag Infinity, das Laufgeschäft Kaleidoskop mit optischen Phänomenen, die Achterbahn Euro Coaster mit anderer Sitzaufhängung, bei denen die Freunde des Adrenalins mit baumelnden Beinen fahren sowie der Ghost-Rider, ein Rundfahrgeschäft mit besonderen Fahrkörpern. Für die gepflegte Gänsehaut kommt heuer die Geister-Schlange, eine vierstöckige Geisterbahn – hier sind die Verantwortlichen schon sehr gespannt auf die Resonanz.

Traditionsreiche Fahrgeschäfte wie der Wellenflieger mischen sich mit hochmodernen Neuheiten. Foto: Bäumel-Schachtner
Traditionsreiche Fahrgeschäfte wie der Wellenflieger mischen sich mit hochmodernen Neuheiten. Foto: Bäumel-Schachtner

Im Kristall-Palast kann im größten Kristall der Welt, in dem sich ein Labyrinth verbirgt, nach dem richtigen Weg gesucht werden. Im neuen Outfit präsentiert sich das Laufgeschäft Dschungel-Camp, in dem die Besucher an die RTL-Dschungelprüfungen erinnert werden. Bereits für vergangenes Jahr war das rasante Fahrgeschäft G-Force geplant, heuer hat es geklappt und es wird in Straubing aufschlagen.

Nostalgische Fahrgeschäfte

Seit dem Jubiläum „200 Jahre Gäubodenfest“ im Jahr 2012 ist der historische Bereich eine feste Komponente. Hier gibt es nostalgische Fahrgeschäfte und Angebote zu bestaunen. Besonders beliebt ist die Go-Kart-Bahn Rallye Monte Carlo, die auch heuer wieder rasanten Fahrspaß bieten soll. Auch die Fahrt ins Paradies, eine moderate Berg- und Talbahn, kommt gut an. Außerdem soll es eine Nostalgie-Geisterbahn geben. Hier verspricht das Schlendern mehr Gemütlichkeit als im modernen Vergnügungspark – die Uhren gehen hier noch etwas anders.

Nicht nur Bier ist wichtig auf dem Gäubodenfest, sondern auch die richtigen Gaumenfreuden. In den Festzelten gibt es die bewährten Schmankerl und ein paar Neuheiten, kann Wirtesprecher Lechner schon einmal verraten. Draußen sorgen 60 Imbissstände für das Wohl der Gäste, darunter gibt es mittlerweile auch vegane Angebote, wie Volksfestorganisator Max Riedl erklärt.

Auf der Ostbayernschau sind 750 Aussteller aus 24 Themenbereichen vertreten. Foto: Bäumel-Schachtner
Auf der Ostbayernschau sind 750 Aussteller aus 24 Themenbereichen vertreten. Foto: Bäumel-Schachtner

Begleitend zum Gäubodenfest findet auch die Ostbayernschau statt, eine der größten Verbraucherausstellungen Deutschlands. Sie kann vom 11. bis 19. August besucht werden. 750 Aussteller aus 24 Themenbereichen informieren und verkaufen dort. Wer das ganze Terrain abläuft, legt dabei über acht Kilometer zurück.

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Söder eröffnet Gäubodenfest

  • Eröffnet wird das Gäubodenfest

    heuer am 11. August von Ministerpräsident Markus Söder. Er hatte bereits vor drei Jahren die Ehre und wurde dabei von OB Markus Pannermayr schon dezent als künftiger Ministerpräsident gehandelt.

  • Wie Strauß, Stoiber und Seehofer

    beginnt sein Name mit S und wie bei Stoiber und Seehofer heißt seine Ehefrau Karin.
    Beendet wird eines der größten Volksfeste Bayerns am 20. August mit einem Prachtfeuerwerk.

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