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Studenten besetzen die Regensburger Uni

  • Vollversammlung im Audimax der Universität Regensburg Foto: altrofoto.de
  • Proteste an der Uni Regensburg
  • Studenten haben sich zur Vollversammlung im Audimax der Uni Regensburg versammelt. Bild: regensburg brennt via Twitter
  • Studenten haben sich zur Vollversammlung im Audimax der Uni Regensburg versammelt. Bild: regensburg brennt via Twitter

Der „heiße Herbst“ ist auch in Regensburg angekommen: Studenten besetzen seit Mittwochabend einen Hörsaal der Universität. Mit Schlafsäcken und Getränken zogen sie in den „H2“, nachdem die studentische Vollversammlung mit großer Mehrheit für eine Besetzung gestimmt hatte.

Rund 1700 Studenten hatten sich am Nachmittag zu der Versammlung eingefunden – die deshalb spontan ins Audimax verlegt werden musste. Martin Witte, der Vorsitzende des studentischen Konvents, forderte ein Ende der „Klientelpolitik“. „Wir brauchen ein starkes Bafög für Hunderttausende, die sonst keinen Zugang zu Bildung haben“, rief er unter Applaus. Auf der Tagesordnung standen als zentrale Forderungen Nachbesserungen im Bachelor-Prozess und die Abschaffung der Studiengebühren. Aber auch Regensburg-spezifische Themen wie die Unterfinanzierung der Universitätsbibliothek. Kürzlich waren hier Sondermittel für die Öffnungszeiten um 20 Prozent gekürzt worden, dafür werden nun Studiengebühren eingesetzt. „Das ist der größte Aufreger des Tages“, so ein Studentenvertreter.

Die von Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) angekündigte BAföG-Erhöhung stößt bei den protestierenden Studenten auf Argwohn. Eine Sprecherin des bundesweiten Bildungsstreik-Bündnisses sagte, Die bloße Ankündigung bedeute „noch nicht viel“. Das Deutsche Studentenwerk (DSW) und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) forderten, die Ministerin müsse ihren Worten schleunigst Taten folgen lassen.

Uni-Rektor Prof. Dr. Thomas Strothotte erklärte im Interview mit TVA, dass er mit den Studierenden sprechen wolle, um zu hören, was die Forderungen seien. Er verteidigte allerdings die Erhebung von Studienbeiträgen. Es sei eine Qualitätsschere zwischen Bayern und Ländern, die keine Beiträge erheben, zu beobachten, sagte Strothotte. Der Uni-Rektor bestätigte, dass bei den Bachelor-Studiengängen ein sorgfältigeres Zeitmanagement der Studierenden gefordert sei. Das sei aber auch im späteren Leben notwendig.

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