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Tanja Schweiger wird neue Landrätin

Rund 150 000 Wahlberechtigte im Landkreis Regensburg stellten am Sonntag die Weichen für die kommenden Jahre. Am Ende gewinnt Schweiger.

Tanja Schweiger (FW) wird neue Landrätin. Foto: dpa

Regensburg.Am Sonntag stellten die rund 150 000 Wahlberechtigten im Landkreis Regensburg die politischen Weichen für die kommenden sechs Jahre. Dass es für die Position des Landrats eine Stichwahl geben würde, das hatten viele schon im Vorfeld vermutet. Am Sonntagabend ist klar: Neue Landrätin in Regensburg ist Tanja Schweiger von den Freien Wählern. Die Lebensgefährtin des FW-Chefs Hubert Aiwanger setzte sich bei der Stichwahl überraschend deutlich gegen den CSU-Kandidaten Peter Aumer durch. Die 35-jährige Schweiger erhielt 60,88 Prozent, Aumer kam lediglich auf 39,12 Prozent. Beim ersten Wahlgang vor zwei Wochen hatte sich beide ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert und lagen lediglich 0,6 Prozentpunkte auseinander. Amtsinhaber Herbert Mirbeth (CSU) war nicht mehr angetreten.

Im Landratsamt wurde Tanja Schweiger am Sonntagabend bereits gefeiert. Viele Freie Wähler waren hierhergekommen. Mit dabei war auch Hubert Aiwanger. Er sagte: „Ich freue mich für Tanja und bin wahnsinnig stolz!“ Peter Aumer äußerte sich am Abend zum Ergebnis: „Die Bürgerinnen und Bürger haben entschieden. Von einer Niederlage mag ich nicht sprechen“, sagt er in einem kurzen Statement. „Ja, es ist wirklich ein klares Ergebnis.“ Aumer wirkte gefasst. Maria Scharfenberg, die unterlegene Landratskandidatin der Grünen, freute sich über das Ergebnis und setzt große Hoffnungen auf Tanja Schweiger: „Ich bin überzeugt, dass sie es umsetzen wird, zu versuchen, alle mit einzubeziehen. In Zusammenarbeit sind so große Themen wie Energie zu lösen.“

Weitere Entscheidungen im Landkreis

In acht Gemeinden kam es zu einer Stichwahl um den Bürgermeister-Sessel. Unheimlich knapp lagen in Lappersdorf die Konkurrenten vor der Stichwahl beisammen. Das Endergebnis war dann deutlicher: Christian Hauner von den Freien Wählern gewann die Wahl souverän. Er kam auf 62,63 Prozent der Stimmen, Joachim Strauß von der CSU erreichte nur 37,37 Prozent. Rund 50 Anhänger der beiden Kontrahenten warteten im Rathaus gespannt und mit Blick auf die große Videoleinwand auf das Ergebnis der Stichwahlen. Schon von Anfang an zeichnete sich der Sieg von Hauner ab, lediglich bei der Bekanntgabe des Ergebnisses aus dem schnellsten Wahllokal lag Strauß vorne.

Auch in Wenzenbach trennten vor der Stichwahl nur wenige Prozentpunkte den Bürgermeisterkandidaten der CSU, Johannes Wiesbeck (35,94 Prozent), von dem der SPD, Sebastian Koch (32,16 Prozent). Bereits nach den ersten ausgezählten Bezirken gab es einen klaren Trend für Sebastian Koch. Am Ende kam er auf 60,84 Prozent, Johannes Wiesbeck auf 39,16 Prozent. „Grandios“, sagte Koch in einer ersten Reaktion, nachdem ihm Wiesbeck als Erster gratulierte. „Das habe ich zwar auch nach der ersten Wahl gesagt, aber ich hatte auch diesmal ein Kopf-an-Kopf-Rennen erwartet. Dass es so klar wurde, hätte ich nicht gedacht.“ Jubel gab es bei den Anhängern Kochs, tiefe Enttäuschung bei der CSU.

Bemerkenswertes in Beratzhausen: Dort fiel die Entscheidung zwischen Rathaus-Chef Konrad Meier (CSU) und seinem Vorgänger im Amt, Georg Thaler (SPD). Meier kam am Abend auf 59,65 Prozent, Thaler erhielt 40,35 Prozent.

Und wer gewann in Nittendorf? Nachdem alle Stimmen ausgezählt waren, entfielen auf Helmut Sammüller von den Freien Wählern 54,17 Prozent der Stimmen. Josef Weigl von der CSU kam auf 45,83 Prozent.

Auch in Obertraubling wurde ein Nachfolger gesucht für eine feste Politgröße im Landkreis, Alfons Lang. Sein CSU-Kollege Jürgen Hofer hatte die Nase vor der Stichwahl vorne. Aber mit Rudi Graß stand ihm der Sohn von Altbürgemeister Leo Graß (FW) gegenüber. Es zeichnete sich am Sonntagabend ein Kopf-an-Kopf-Rennen ab. Nachdem alle 15 Bezirke in Obertraubling ausgezählt waren, lag Graß mit zwei Stimmen vorne. Dann wurde erstmal nachgezählt. Am Abend stand der Sieg von Graß dann fest, er erhielt 50,03 Prozent. Für Hofer stimmten 49,97 Prozent.

Thomas Stadler gehört zur jungen CSU-Riege und wollte ins Thalmassinger Rathaus einziehen. Er erhielt 48,97 Prozent der Stimmen. Zum neuen Bürgermeister wurde dagegen Helmut Haase (FWS) gewählt, der 51,03 Prozent erhielt.

Spannung, ja Anspannung herrschte vor der Stichwahl in Tegernheim. Am Sonntagabend war klar, der amtierende Bürgermeister Meinrad Hirschmann von der SPD verlor die Wahl. Max Kollmansberger von den Freien Wählern gewann hauchdünn mit 50,63 Prozent der Stimmen.

Und was war in Pentling? Am Sonntagabend verfestigte sich der Trend immer mehr zugunsten von Barbara Wilhelm. Sie kam am Ende auf 55,66 Prozent, Wolfgang Heigl auf 44,34 Prozent.

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