MyMz

Gipfel

Tausende bei Anti-G7-Demo in München

Der friedliche Protest richtet sich vor allem gegen das Freihandelsabkommen TTIP. Die Polizei spricht von 6000 Demonstranten.

Am 07. und 08. Juni treffen sich Staats- und Regierungschefs der sieben größten westlichen Industrienationen in Elmau zum G7-Gipfel. Das Treffen wird kontrovers diskutiert - in der MZ-Bildergalerie finden Sie eine Zusammenstellung der wichtigsten Argumente für und gegen das umstrittene politische Ereignis auf bayerischem Boden.

München.Aus Protest gegen den anstehenden G7-Gipfel sind in München mehrere Tausend Menschen auf die Straße gegangen. Unter dem Motto „TTIP stoppen – Klima retten – Armut bekämpfen“ versammelten sie sich am Donnerstag zu einer Auftaktkundgebung. Anschließend war ein Demonstrationszug durch die Innenstadt geplant.

Am hermetisch abgeriegelten Tagungsort in Elmau am Fuße der Zugspitze treffen sich am Sonntag und Montag die Staats- und Regierungschefs der Gruppe der sieben wichtigen Industrienationen (G7).

Die Polizei spricht von rund 6000 Teilnehmern bei der Anti-G7-Demo in München.
Die Polizei spricht von rund 6000 Teilnehmern bei der Anti-G7-Demo in München. Foto: dpa

Die Polizei sprach kurz nach Beginn von rund 6000 Demonstranten, die Veranstalter gingen von deutlich mehr aus. Ein Großaufgebot der Polizei war im Einsatz, ein Sprecher gab die Zahl mit rund 3000 Beamten in ganz München an. Zwischenfälle wurden zunächst nicht bekannt. „Es ist alles ruhig“, hieß es bei der Polizei.

Der G7-Gipfel in Elmau: Pro und Contra

Vor allem das geplante TTIP-Freihandelsabkommen der EU mit den USA stand in der Kritik der Demonstranten, darunter Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth (Grüne) und ihr Parteikollege Jürgen Trittin. Der Linken-Politiker Klaus Ernst betonte mit Blick auf TTIP: „Das brauchen nur die großen Konzerne.“ Auf Plakaten der Demonstranten hieß es unter anderem „Jedes Kind, das an Hunger stirbt, wurde ermordet“ und „Gegen Gen-Fraß“. (dpa)

Große Luftraumbeschränkung

  • Größte Beschränkung der Geschichte

    Deutschland erlebt während des G7-Gipfels die umfassendste Luftraumbeschränkung seiner Geschichte. Von Sonntagmorgen bis Montagabend müssen von der Donau bei Ingolstadt bis zum Brenner in Norditalien alle Privatflugzeuge am Boden bleiben. Die Entfernung beträgt Luftlinie rund 200 Kilometer. 17 Polizeihubschrauber und zwei Flugzeuge überwachen die Einhaltung des Flugverbots für sämtliche Sportmaschinen, wie der Leiter der Polizeihubschrauberstaffel Bayern, Joachim Walzig, am Donnerstag in Garmisch-Partenkirchen sagte. Auch Drachen- und Gleitschirmflieger sowie Drohnen sind an das Verbot gebunden, nicht aber Passagierflugzeuge.

  • Kampfjets in Bereitschaft

    Sollte dennoch ein Flugobjekt an einem der beiden Gipfeltage in die Verbotszone eindringen, würde es zum Verlassen aufgefordert. Nur im äußersten Fall würden Kampfjets der Bundeswehr aufsteigen. An diesem Sonntag und Montag treffen sich auf Schloss Elmau die Staats- und Regierungschefs von sieben führenden Industrienationen.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht