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Hochwasser

Ticker: In Straubing droht der Deichbruch

Im Raum Regensburg entspannt sich die Lage. Straubing und Deggendorf kämpfen mit den Fluten. Verfolgen Sie im MZ-Ticker die aktuellen Entwicklungen.
Von Korrespondenten der Lokalredaktionen und Agenturen

  • Straubing ist weiter vom Deichbruch bedroht. Foto: dpa
  • Eine Metzgerei steht in Deggendorf unter Wasser. Foto: dpa
  • Helfer des DLRG fahren am Mittwoch durch das überflutete Deggendorf. Foto: dpa
  • Mariaort bei Regensburg aus der Luft: Am Dienstag fotografierte ein ferngelenktes Fluggerät der Cadmicopter GmbH die überschwemmte Region. Foto: Cadmicopter GmbH - www.cadmicopter.de
  • Am Mittwochvormittag betrug der Pegelstand in Regensburg noch 6,64 Meter. Foto: Mehltretter
  • Am Dienstag war die Eichmühle bei Regenstauf völlig von den Fluten eingeschlossen – am Mittwoch öffnet das Lokal wieder. Foto: Winter
  • Dächer ragen am Mittwoch nahe Deggendorf nach einem Dammbruch aus dem Hochwasser der Donau. Foto: Armin Weigel/dpa
  • Das Denkmal Klösterl an der Donau zwischen Kelheim und Weltenburg ist überflutet, ebenso das Domizil des Kelheimer Kanuclubs (links). Foto: Dr. Satzl

21.01 Uhr, Straubing: Weiter von Deichbruch bedroht

In Straubing kämpfen Hunderte Einsatzkräfte weiter fieberhaft darum, die Deiche an der Donau zu halten. Der Pegel sank bis zum Abend zwar auf 7,77 Meter und geht langsam weiter zurück. Aber „aufgrund der aufgeweichten Deiche besteht weiterhin die Gefahr von Überflutungen“, teilte das Landratsamt mit. Der Zustand der Deiche sei bedenklich. Ein Dutzend Ortschaften – Reibersdorf, Sand, Hermannsdorf, Asham, Hunderdorf, Rohrhof, Ainbrach, Entau, Sophienhof, der gesamte Polder Sulzbach und der Bereich um Scheften - blieben evakuiert. Mehrere Sammelunterkünfte stünden offen.

19.52 Uhr Regensburg: Katastrophenfall wird aufrechterhalten

Das Hochwasser sinkt nur langsam. Laut Prognose fällt der Pegel aktuell um knapp drei Zentimeter pro Stunde. Ab den frühen Dienstagmorgen wird der Pegel von sechs Meter voraussichtlich unterschritten. Die Häuser in der Werftstraße sind schon ab heute Abend wieder erreichbar. In der Badstraße wird nach wie vor das Sickerwasser von der Straße abgepumpt. Straßensperrungen wurden teilweise aufgehoben. Die Thundorferstraße, Wöhrdstraße und die Eiseren Brücke werden ab Dienstag um 5 Uhr, für den Verkehr und den ÖPNV wieder geöffnet. Nur die Parkplätze bleiben gesperrt.

19.11 Uhr, Kelheim: Das Wasser fließt wieder ab

Der immense Aufwand der Feuerwehr Weltenburg im Kampf gegen die braunen Fluten der tosenden Donau hat sich gelohnt. Die Situation entspannt – zu diesem Zeitpunkt fließt das Wasser wieder ab.

18.30 Uhr, Regensburg: Wo die Pegel sinken, beginnt das große Aufräumen

In der Stadt zieht sich das Wasser nur langsam zurück. Regensburger Anwohner und Geschäftsleute mussten Geduld beweisen. Um 18 Uhr stand das Wasser am Pegel Schwabelweis in Regensburg noch 6,64 Meter hoch. Im Landkreis war am Mittwoch Entlastung, aber noch keine Entspannung an der Hochwasserfront zu verzeichnen. Der Katstrophenfall bleibt vorerst bestehen.

Matting im Landkreis Regensburg kam mit einem blauen Auge davon – hier halfen 28 Bundeswehrsoldaten aus Donaueschingen beim Kampf gegen die Fluten. In Mariaort fiel der Pegel des Hochwassers an der Naab. Die Helfer verbauten 4000 Sandsäcke.

17.56 Uhr, Kelheim: Das Klösterl muss saniert werden

Die große Flut in den vergangenen Tagen hat auch das Denkmal Klösterl an der Donau zwischen Kelheim und Weltenburg heimgesucht und Schäden hinterlassen. Es muss saniert werden.

17.28 Uhr, Regensburg: OB Schaidinger: „Es steht 6:1 für uns“

Im Kampf gegen das Hochwasser in Regensburg sieht Oberbürgermeister Hans Schaidinger die Stadt als klaren Sieger. Regensburger Flut-Geschädigte sollen sofort 1500 Euro bekommen. Das Geld sei ihm als erste Tranche von Regierungspräsidentin Brigitta Brunner bereits zugesagt worden und werde aus Berlin über München in die Domstadt fließen.

17.24 Uhr, Schwandorf: „KiBü“ zieht ins Freibad um

Das Hochwasser hat die Veranstaltungsfläche für das Kinderbürgerfest im Schwandorfer Stadtpark durchnässt. Die MZ verlegt das „Kibü“ am Sonntag deshalb ins Erlebnisbad.

17.17 Uhr, Regensburg: Die Pegel sinken langsam und stetig

In Regensburg zeichnete sich eine Entspannung der Lage ab. „Die Pegelstände sinken – zwar langsam, aber sie sinken“, sagte eine Sprecherin der Kommune. Um 17 Uhr betrug der Wasserstand der Donau am Pegel Eiserne Brücke noch 6,52 Meter.

17.07 Uhr, Regensburg: Handwerkskammer hilft Betrieben

Die Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz bietet Handwerksbetrieben, die durch die Flutkatastrophe geschädigt sind, schnelle Hilfe an. Betriebsberater der Kammer, die in engem Kontakt mit Förderstellen und Behörden stehen, beraten und unterstützen die betroffenen Betriebe. Weitere Infos zu der kostenlosen Beratung finden Sie hier.

17.03 Uhr, Deggendorf: Dramatische Szenen bei der Evakuierung

In den Hochwassergebieten Niederbayerns kämpfen die Menschen weiter gegen die Flut – oft vergeblich: Mehrere Ortschaften an der Donau wurden überschwemmt, teilweise ragten nur noch die Dächer der Anwesen aus der riesigen Wasserfläche. Tausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen, manche mussten mit Hubschraubern gerettet werden. Es kam zu dramatischen Szenen: Einige Menschen wollten bleiben, obwohl das Wasser bereits das Erdgeschoss geflutet hatte, wie Thomas Linddörfer, von der Wasserrettung in Deggendorf berichtete.

16.57 Uhr, Unterricht an der Gerhardinger Grundschule Regensburg findet statt

Zurück zur Normalität: Am Donnerstag geht der Unterricht an der Gerhardinger Grundschule Regensburg wieder regulär weiter, nachdem er am Mittwoch wegen des Hochwassers ausgefallen war. Die Schule teilte mit, dass Eltern selbst entscheiden sollten, ob ein der Weg zur Schule gefahrlos zurückgelegt werden könne oder ob das Kind noch zu Hause bleiben solle. In diesem Fall wird um Verständigung der Schule gebeten.

16.45 Uhr, Straubing: Zittern um die Dämme

Bangen um die Schutzanlagen: Die braune Brühe will in Straubing nur langsam weichen. Niemand weiß am Mittwoch, wie lange die Dämme noch halten. Die Hilfskräfte arbeiten am Limit.

16.30 Uhr, Cham: Erleichterung am Regenufer

„Der Spuk ist vorbei“, sagte der Chamer Ordnungsamtsleiter Josef Altmann am Mittwoch. Wer in Cham unterwegs war, den erinnerte nicht mehr viel an die Wassermassen der letzten Tage. Am Mittwoch waren zwar noch einige wenige Straßen gesperrt, größtenteils bescherte die Sonne den Bürgern aber sogar schon idyllische Bilder.

16.07 Uhr, München: Umweltminister Huber fühlt mit den Betroffenen

Der bayerische Umweltminister Marcel Huber (CSU) zeigte sich am Mittwoch erschüttert von den Folgen des Hochwassers im Raum Deggendorf. Er war gemeinsam mit dem Kultusstaatssekretär Bernd Sibler in das betroffene Gebiet gereist. Der Zugang war nur per Hubschrauber möglich. Das Wasser stand zum Teil bis unters Dach der Häuser. Huber betonte: „Mein Mitgefühl gehört allen Betroffenen, die in diesen Tagen schwere materielle und ideelle Schäden hinnehmen müssen.“ Huber soll innerhalb von 14 Tagen einen überarbeiteten Plan zum Hochwasserschutz in Bayern vorlegen. Die geplanten Maßnahmen sollen schneller, mit mehr Geld und mit mehr Personal verwirklicht werden. Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) sagte am Mittwoch nach der Kabinettssitzung, dass Hochwasseropfer sofort Geld zur Linderung der gröbsten Schäden erhalten sollten. Richtwert sind 1500 Euro – in besonderen Fällen kann es auch mehr sein.

16.04 Uhr, Unterschleißheim: Bayerische Feuerwehr zieht erste Bilanz

Die bayerischen Feuerwehren sind seit dem Wochenende pausenlos im Einsatz – der Landesfeuerwehrverband bilanziert, dass in den

vergangenen Tagen mehr als 25.000 Feuerwehrdienstleistende als Hochwasserhelfer angepackt haben. Dies betrifft nicht nur die 19 Landkreise und kreisfreien Städte, in den Katastrophenalarm ausgelöst wurde, sondern nahezu alle Landkreise und kreisfreien Städte in Bayern.

16 Uhr, Grabenstätt: A8 am Chiemsee einspurig wieder frei

Die seit Sonntag am Chiemsee wegen des Hochwassers total gesperrte Autobahn München-Salzburg (A8) ist seit Mittwochnachmittag wieder befahrbar. Allerdings steht in dem Bereich in beiden Fahrtrichtungen nur jeweils ein Fahrstreifen zur Verfügung. Auch gilt dort ein Tempolimit. Bis zur kompletten Freigabe der A8 werde noch längere Zeit vergehen, „da umfangreiche Baumaßnahmen zur Wiederherstellung nötig sind“, teilte die Polizei in Rosenheim mit. Nach der Überflutung seien die Fahrbahnen durch Wasser, Schlamm und angeschwemmtes Material erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hatte am Dienstag angekündigt, dass die A8 am Chiemsee von Freitag an Richtung Süden wieder zweispurig befahrbar sei.

15.39 Uhr, Regenstauf: Restaurant Eichmühle öffnet am Mittwochabend

Die überspülte Zufahrt zur Eichmühle ist in Regenstauf stets erster Gradmesser für ein Hochwasser. Seit Sonntagnachmittag war das Restaurant faktisch eine Insel. Nun öffnet das Restaurant am Mittwochabend wieder. Der schöne Platz am Regen und das Hochwasser gehören leider zusammen, sagt der Wirt Luc Denny, der schon manche Flut mitmachte.

15.24 Uhr, Straubing: Noch halten die Dämme

Im Raum Straubing und Deggendorf ist keine Entspannung in Sicht: Es wurde die Evakuierung weiterer Dörfer entlang der Donau angeordnet, wie ein Polizeisprecher sagte. Etwa 1000 Menschen seien betroffen. In Straubing mussten rund 400 Menschen ihre Häuser verlassen. Noch hielten die Dämme in Straubing den Wassermassen stand, sagte ein Sprecher des Einsatzzentrums. „Aber die Dämme sind schon sehr stark beansprucht und aufgeweicht.“ Im Raum Straubing und Deggendorf hatten bereits am Dienstag rund 6000 Menschen ihre Wohnungen verlassen müssen. Manche Orte sind so stark überflutet, dass nur noch die Dächer der Anwesen aus dem Wasser herausragen.

15.10 Uhr, Deggendorf: Die Lage bleibt ernst

Am Mittwochmittag erreichte die Hochwasserwelle der Donau in Deggendorf ihren Scheitelpunkt. Tausende Menschen hatten in der Region Straubing und Deggendorf ihre Wohnungen bereits verlassen müssen, etliche Dörfer sind komplett überflutet. „Die Hochwasserlage an der Donau ist weiterhin sehr ernst“, mahnte auch Markus Mühlbauer, Sprecher des Landkreises Straubing-Bogen. Am Mittwoch rief die Stadt Straubing zur Evakuierung des Stadtteils Insel Gstütt auf. In Straubing war in den frühen Morgenstunden der Pegelhöchststand von 7,95 Metern erreicht worden. Die Scheitelwelle werde noch einige Stunden andauern, hieß es.

15.03 Uhr, Burglengenfeld: Mehrere Fahrzeuge blieben stecken

Die Pegel an Naab und Vils steigen nicht mehr; das Hochwasser geht aber nur sehr langsam zurück. Aus gutem Grund sind im Stadtgebiet Burglengenfeld noch einige Straßen gesperrt: Mehrere Fahrzeuge mussten bereits abgeschleppt werden, weil sie auf überfluteten Straßen im Wasser hängengeblieben waren.

15 Uhr: Passau: „Passau räumt auf“ benötigt Eimer und Schaufeln

Studierende, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität haben die Initiative „Passau räumt auf“ gestartet. Sie ist mittlerweile zu einer der größten Hilfsaktionen von Passauern für Passauer angewachsen und hat den Status einer offiziellen städtischen Anlaufstelle für zivile Helferinnen und Helfer. Das teilte die Uni Passau mit. Seit dem 2. Juni hätten sich weit über 1.500 Freiwillige gemeldet. Diese werden in enger Abstimmung mit den Einsatzkräften der Stadt bei den Aufräumarbeiten im Stadtgebiet und auf dem Campus eingesetzt. Wer sich beteiligen will, kann sich online in die Helferliste eintragen. Wer die Aktion mit Sach- und Essensspenden unterstützen will, sollte sich mit der zentralen Koordinationsstelle abstimmen. Sie ist unter Tel. 0851/509-2613 zu erreichen. Benötigt werden vor allem Eimer und Schaufeln.

14.25 Uhr, Regensburg: Wasserwirtschaftsamt warnt vor steigenden Grundwasserpegeln

Der Pegel der Donau in Regensburg ist am Mittwoch weiter auf dem Rückzug. Das Wasserwirtschaftsamt warnt aber vor steigenden Grundwasserpegeln. Im näheren Umfeld der Donauufer könne so Wasser in die Keller sickern, teilte das Amt mit. Aktuelle Grundwasser-Pegelstände können im Internet abgefragt werden.

14.20 Uhr: Flutgebieten droht Mückenplage

Das Brackwasser, das nach dem Rückzug der Wassermassen bleibt, ist ein Paradies für die Mücken. Mückengitter und Moskitonetze dürften in den kommenden Wochen deshalb gefragte Gegenstände in den Überschwemmungsgebieten in Süd- und Ostdeutschland werden. Schon eine verschmutzte Wasserlache in einem alten Eimer reiche aus, damit sich Hunderte der stechenden Insekten bilden, sagte Bärbel Holl vom Verein zur Förderung ökologischer Schädlingsbekämpfung (VFöS) in Düsseldorf. Umso größere Gefahr geht bald von feuchten Senken in den betroffenen Hochwasserregionen aus.

14.11 Uhr, Neumarkt: Das THW hilft in Deggendorf mit

Erst am Dienstagabend kehrten die freiwilligen Helfer der Neumarkter Ortsgruppe des Technischen Hilfswerks (THW) von ihrem Hochwassereinsatz an der Mangfall bei Bad Aibling zurück – schon in den frühen Morgenstunden des Mittwochs kam die nächste Einsatzanforderung. Die zwölf freiwilligen Helfer werden in Deggendorf mit einem Unimog, einem Geräte-Lkw und einem Lichtmastanhänger vermutlich mehrere Tage im Einsatz sein.

14 Uhr, Deggendorf: A92 auch Richtung München gesperrt

Während sich die Hochwasserlage in Bayern allmählich stabilisiert oder sogar entspannt, ist der Verkehr auf einigen Straßen und Schienen weiterhin beeinträchtigt. Am stärksten betroffen sind der Süden und Osten des Landes. In Niederbayern habe sich die Lage im Umkreis der Städte Deggendorf und Straubing weiter verschärft, teilte der ADAC in München am Mittwoch mit. Einige Hauptdurchgangsstraßen und Autobahnen standen noch immer unter Wasser. Die Autobahnen München-Salzburg (A8) und Passau-Nürnberg (A3) waren am Mittwoch in beiden Richtungen abschnittsweise gesperrt. Auf der Autobahn München-Deggendorf (A 92) war in Richtung Deggendorf der Abschnitt zwischen Plattling-West und dem Kreuz Deggendorf nicht befahrbar. Zwischenzeitlich musste die Autobahn 92 auch von Deggendorf Richtung München bis zur Ausfahrt Plattling-Nord gesperrt werden.

13.44 Uhr, Neustadt: Der Bürgermeister dankt allen Helfern

In Neustadt und den Ortsteilen kehren die Bürger wieder zur Normalität zurück. Dennoch dürften die letzten Tage für Diskussionsstoff sorgen. Nur mit örtlichen Kräften wären die Fluten nicht zu bändigen gewesen, sagt Bürgermeister Thomas Reimer. Jetzt will man Lehren für die Zukunft ziehen.

13.15 Uhr, Regensburg: IHK informiert über Hochwasserhilfe

Das Hochwasser in Ostbayern hat auch für viele Unternehmen verheerende Auswirkungen. Die IHK Regensburg will den Betroffenen in der Oberpfalz und in Kelheim dabei helfen, sich staatliche Hilfen zu sichern oder über Versicherungsschutz zu informieren. Unternehmen können sich unter der Telefonnummer 0941 569 40 oder auf einer speziell eingerichteten Internetseite informieren.

13.01 Uhr, Niederbayern: Schaulustige verärgern zunehmend die Rettungskräfte

Nach Angaben der Polizei behinderten Schaulustige zunehmend die Helfer beim Kampf gegen das Hochwasser. „Die Einsatzkräfte vor Ort haben derzeit wahrlich anderes zu tun, als Touristen, die sich selber in Gefahr bringen, zu retten“, sagte der Vizepräsident der niederbayerischen Polizei, Anton Scherl. Bereits am Vortag hatte der Chef des bayerischen Feuerwehrverbandes, Alfons Weinzierl, Geldstrafen für Gaffer gefordert, die Rettungskräfte behindern.

12.33 Uhr, Regensburg: Hochwasser beeinträchtigt geplante Veranstaltungen

Die Donauflut wirkt sich auf geplante Großveranstaltungen in Regensburg aus. Keine Probleme sieht die Stadt für den Antikmarkt am Sonntag. Hier könnten lediglich die Parkplätze knapp werden. Abgesagt wird das „Bunte Wochenende für Demokratie und Toleranz“. Weil der Grieser Spitz total aufgeweicht ist, können dort laut Stadt-Pressestelle keine Bühnen aufgebaut werden. Wie die Stadt mitteilte, gibt es auch keinen Ersatztermin.

Angesichts der Hochwasserkatastrophe wird außerdem das Auftaktfest für das neue Museum der Bayerischen Geschichte in Regensburg verschoben – es war für den 7. und 8. Juni 2013 geplant. Das teilte das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst am Mittwochvormittag mit. Karten werden an den Vorverkaufsstellen zurückgenommen, der Preis erstattet. Die Veranstaltung soll in Kürze nachgeholt werden.

12.10 Uhr, Kelheim: Der Katastrophenfall ist aufgehoben

Das Hochwasser ist auf dem Rückzug. Nach stundenlanger Stagnation des Pegelstandes in Kelheim fällt der Wasserstand auf 6,81 Meter. Der Katastrophenfall wurde deshalb von Landrat Dr. Faltermeier aufgehoben. In Abensberg laufen zwei Tage nach dem Hochwasser-Alarm die Aufräumarbeiten. Privatleute werden noch tagelang damit beschäftigt sein, das hoch drückende Grundwasser aus ihren Häusern zu bekommen.Möbel, Böden und Hausstand werden aus überschwemmten Wohnungen geschafft. Das, was Wasser und Schlamm unbrauchbar gemacht hat, findet sich zum Teil schon in den von der Stadt aufgestellten Containern.

12 Uhr, Regensburg: Pegelstand an der Eisernen Brücke sinkt auf 6,64 Meter

Die Stadt meldet, dass der Hochwasser-Pegel an der Eisernen Brücke langsam aber stetig sinkt. Laut aktueller Messung (5. Juni, 11.30 Uhr) liegt er nun bei 6,64 Meter.

11.42 Uhr, Straubing: Die Lage verschärft sich

Im Landkreis Straubing-Bogen ist die Hochwasser-Katastrophe noch nicht ausgestanden. Im Straubinger Ortsteil Gstütt droht ein Damm zu brechen, wie Idowa.de am Mittwoch berichtete.Die Stadt forderte die Bürger auf, ihre Häuser zu verlassen. Die Anwohner würden in Notunterkünfte gebracht.

11.38 Uhr, Berlin: Aigner sagt Landwirten Soforthilfe zu

Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU) hat den Landwirten in den deutschen Hochwassergebieten finanzielle Unterstützung aus dem Soforthilfepaket der Bundesregierung zugesagt. „Es ist eine Riesen-Katastrophe. Wenn das Wasser mehrere Tage auf den Feldern steht, ist die Ernte in der Regel vernichtet“, sagte Aigner am Mittwoch in Berlin. „Das ist eine schwierige Situation für Familienbetriebe.“ Aigner wollte am selben Tag in ein Hochwassergebiet in Sachsen reisen.

11.26 Uhr, Bad Kötzting: Die Einsatzkräfte atmen vorsichtig auf

Zahlreiche Einsatzkräfte aus Bad Kötzting und Umgebung haben arbeitsreiche Tage und Nächte hinter sich – sie halfen auch in Regensburg, Osterhofen, Straubing und Deggendorf mit.

11.23 Uhr, Regensburg: Die Stadt warnt vor zu großen Erwartungen

Die Pegel in Regensburg sinken weiter. Aktuell ist der Wasserstand an der Eisernen Brücke bei 6,73 Metern – neun Zentimeter unter dem Höchststand. Die Stadt warnt davor, angesichts des Sonnenscheins zu glauben, dass das Hochwasser schnell zurückgehe. Nach vorsichtigen Prognosen könnte der Wasserstand der Donau am Pegel Eiserne Brücke am Donnerstagvormittag unter sechs Meter sinken. Es besteht weiterhin Katastrophenalarm. Verletzt wurde beim Jahrhundert-Hochwasser in Regensburg bis dato niemand. Nur eine Frau aus der Werftstraße brachten die Sanitäter am Mittwoch ins Krankenhaus. Sie war nach den anstrengenden Tagen am Ende ihrer Kräfte. Eine Schätzung, wie hoch die Sachschäden sein könnten, gibt es frühestens kommende Woche.

10.36 Uhr, Passau: Bürger haben wieder Trinkwasser

In Passau gibt es für die meisten Bewohner wieder Trinkwasser. Für 90 Prozent der Haushalte konnten die Stadtwerke die Trinkwasserversorgung wieder aktivieren, wie ein Stadtsprecher am Mittwoch mitteilte. Im Lauf des Tages sollten die restlichen Haushalte folgen. Im Zuge der Hochwasserkatastrophe war die Trinkwasserversorgung in der Dreiflüssestadt gekappt worden. Vor dem Verzehr sollte das Wasser jedoch abgekocht werden.

10.19 Uhr, Kelheim: Die aktuellen Straßensperrungen

Das Landratsamt aktualisiert am Mittwochmorgen die Liste der gesperrten Strecken im Kreis Kelheim. Neu ist die Kreisstraße 10 zwischen St 2230 und Saal (Bahnunterführung).

9.30 Uhr, Regensburg: Zugverkehr nach Nürnberg ist gestört

Weil Gleise unterspült sind, fallen alle Züge von DB Regio zwischen dem Nürnberger Hauptbahnhof und Regensburg Hauptbahnhof aus. Das meldet die Deutsche Bahn. Demnach wird die Strecke mit Expressbussen bedient. Die Bahn warnt die Kunden vor Kapazitätsengpässen und bittet darum, keine Fahrräder mitzunehmen. Auch die Mitnahme von Rollstühlen und Kinderwagen sei nicht gewährleistet. Die Züge der Agilis wenden in Parsberg und Undorf. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen ist zwischen Parsberg und Undorf eingerichtet.

Die Bahn bietet eine kostenlose Servicehotline an. Unter 08000 – 996633 erhielten Kunden rund um die Uhr aktuelle Informationen, teilte das Unternehmen mit. Kunden im Ausland wählen die 0049 – 1805 – 334444 (Gebühren je nach Herkunftsland und Provider).

Weiterhin – zunächst bis zum 9. Juni – will die Bahn bei hochwasserbedingten Zugausfällen und Verspätungen kulant reagieren. Zuggebundene Fahrkarten können in den Reisezentren oder bei den Mitarbeitern der DB Information umgeschrieben werden.

7.42 Uhr, Regensburg: Die Pegel sinken, der Alarm bleibt

Die Pegel der Donau sind in Regensburg zwar immer noch extrem hoch, haben aber der Hochwassernachrichtendienst verzeichnet eine fallende Tendenz. Die Lage ist bei dieser Pegelhöhe allerdings nach wie vor angespannt. Deshalb bleibt der Katastrophenfall für die Stadt Regensburg auch bestehen. Die Straßensperrungen können ebenfalls noch nicht aufgehoben werden.

7.30 Uhr, Kelheim: Lage in Kelheim entspannt sich

Der Krisenstab des Landkreises Kelheim kann am Mittwochmorgen aufatmen. Nach stundenlanger Stagnation des Pegelstandes in der Nacht, ist der Wasserstand nun gefallen. Um 7.30 Uhr lag er noch bei 6,95 Metern. Zwölf Stunden zuvor hatte der Pegel den Spitzenwert 7,15 Meter angezeigt. Schuld war laut Wasserwirtschaftsamt eine „extrem lange Scheitelwelle“, die sich durch den Landkreis gewälzt hat.

7 Uhr, Deggendorf: Weitere Evakuierungen

Im teilweise überschwemmten Landkreis Deggendorf ist die Lage noch immer angespannt. Die A92 ist ab Plattling-West bis zum Kreuz Deggendorf voll gesperrt. Auch die A3 ist ab der Anschlussstelle Straubing bis Deggendorf und in der Gegenrichtung ab Aicha vorm Wald bis Schwarzach noch immer gesperrt. Der Landkreis Deggendorf ist fast vollständig vom Umland abgeschnitten. Die Region sei nur noch über einige wenige Straßen für Helfer und Fahrzeuge zu erreichen, erklärte Landkreis-Sprecherin Jutta Staudinger am Mittwochmorgen. Autofahrer werden daher gebeten, das Katastrophengebiet weiträumig zu umfahren und Fahrten in den Raum Deggendorf zu vermeiden, damit Einsatzfahrzeuge nicht behindert werden. In der Nacht wurden weitere Häuser evakuiert – 50 bis 80 Menschen wurden allein im Landkreis Deggendorf in Sicherheit gebracht. Dammbrüche habe es in der Nacht bislang nicht gegeben – einige Deiche seien aber sehr durchgeweicht und gefährdet, sagte Staudinger.

3 Uhr, Straubing: Die Situation ist weitgehend unter Kontrolle

Der Wasserstand der Donau lag im benachbarten Straubing um drei Uhr am Mittwochmorgen bei 7,94 Metern – Tendenz weiter steigend. Einige kritische Punkte, an denen das Wasser vorrücke, hätten die Einsatzkräfte aber gut unter Kontrolle, sagte ein Sprecher der Stadt. Bisher hielten die Deiche – einige seien aber kritisch zu sehen. Momentan verharre der Wasserstand auf einem Niveau, ein leichter Anstieg sei allerdings vorübergehend wieder möglich.

Lesen Sie weiter: Die Hochwasser-Entwicklungen in Ostbayern vom Dienstag, 4. Juni 2013, finden Sie hier.

Die Hochwasser-Entwicklung vom Montag, 3. Juni 2013, finden Sie hier.

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