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Bayern
Montag, 16. Juli 2018 30° 4

Wintersport

Traumwetter für letzte Pistenabfahrt

Viele Liftbetreiber sprechen von der besten Skisaison seit Jahren in Bayern. Nach diesem Wochenende ist aber Schluss.

Nicht nur auf dem Zugspitzblatt erlebten Skifahrer beste Wintersportbedingungen.Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Nicht nur auf dem Zugspitzblatt erlebten Skifahrer beste Wintersportbedingungen.Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Garmisch-Partenkirchen.Viel Schnee, Minusgrade und oft strahlend schönes Wetter – die Skisaison in Bayern ist so gut gelaufen wie seit vielen Jahren nicht mehr. Bei Sonnenschein und noch immer guten Pistenbedingungen endet an diesem Wochenende der Liftbetrieb in vielen Skigebieten in Bayern – während im Tal schon die Radler in Sommerkluft unterwegs sind, haben Skifahrer und Snowboarder eine letzte Gelegenheit für ein paar Schwünge im schon ziemlich weichen Schnee. Am Nebelhorn bei Oberstdorf und an der Zugspitze fahren die Lifte noch bis zum 1. Mai.

Neue Seilbahn war ein Magnet

Die Liftbetreiber sind zufrieden. „Vom ersten bis zum letzten Skitag hatten wir in diesem Winter konstant gute Bedingungen und Winterfeeling über die ganze Saison hinweg – und das vor allem zu den Spitzenzeiten an Weihnachten, Fasching und Ostern“, sagte der kaufmännische Vorstand der Bayerischen Zugspitzbahn, Matthias Stauch. Besucher-Magnet an der Zugspitze sei die neue spektakuläre Seilbahn gewesen. In den bodentief verglasten Kabinen fuhren bereits an den ersten 100 Tagen ihres Betriebs bis Ende März mehr als 100 000 Gäste – nicht nur Skifahrer – auf Deutschlands höchsten Gipfel (2962 Meter).

An diesem Wochenende können Wintersportler in Bayern noch einmal auf die Brettl steigen, dann schließen die Lifte. Erfahren Sie mehr im Video:

Das war Spitze! Perfekte Skisaison endet bei Traum

Für die Wintersportler konnten viele Lifte schon Anfang Dezember starten. Begünstig durch die Kälte habe zudem hervorragend beschneit werden können, so dass ideale Bedingungen auf den Pisten herrschten, teilte der Verband Deutscher Seilbahnen und Schlepplifte mit. Dazu kam in der ersten Weihnachtsferienwoche traumhaft sonniges Wetter. In einigen Gebieten seien hier die Kapazitätsgrenzen erreicht worden.

„Der Skiwinter war heuer so, wie wir in eigentlich brauchen.“

Peter Lorenz, Geschäftsführer der Brauneck Bergbahn Lenggries, der Alpenbahnen Spitzingsee und der Wallbergbahn

„Der Skiwinter war heuer so, wie wir in eigentlich brauchen“, sagte auch Peter Lorenz, Geschäftsführer der Brauneck Bergbahn Lenggries, der Alpenbahnen Spitzingsee und der Wallbergbahn. „Gerade der Dezember war ein toller Monat im Vergleich zum Vorjahr, als wir erst spät anfangen konnten. Und in den Weihnachtsferien war schönes Wetter.“ 122 Skitage habe es am Brauneck gegeben, 127 am Spitzingsee, sagte Lorenz. Das war mehr als in den meisten Vorjahren, als die Zahl der Tage oft unter die Hundert-Tage-Marke sank, die als rentabler Betrieb gilt. Viele Tagesskifahrer aus München und der Umgebung seien nicht nach Österreich gefahren, sondern hätten das heimische Angebot genutzt.

Zufriedene Gesichter am Arber

Zurückhaltender äußerten sich die Liftbetreiber im Allgäu. „Wir klagen nicht, wir freuen uns aber auch nicht“, bilanzierte Jörn Homburg von den Bergbahnen in Oberstdorf und im Kleinwalsertal. Es sei in der Summe ein ganz normales Jahr aus Sicht der Bergbahnen gewesen. Nach einem sehr guten Saisonstart mit viel Schnee im Dezember machte im Januar insbesondere der Sturm den Unternehmen einen Strich durch die Rechnung. Die sonst besucherstarken Tage zum Jahresanfang seien ausgefallen.

Aus den Mittelgebirgen kam eine positive Bilanz. Bei der Arber Bergbahn im Bayerischen Wald hieß es: „Diese Wintersaison wird als eine der besten und schneereichsten in die Geschichte am Arber eingehen.“ Die Gästezahlen seien gestiegen, vor allem Familien seien gekommen – im Bayerischen Wald ist der Urlaub meist günstiger als in Österreich oder Südtirol. (dpa)

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Mehr Nicht-Skifahrer

  • Erfreulich sei,

    dass das Thema „Urlaub dahoam“ eine große Rolle spiele; Gäste nähmen das Angebot vor der eigenen Haustüre vermehrt in Anspruch, sagte Matthias Stauch von der Zugspitzbahn. Zudem nehme der Anteil der Nicht-Skifahrer weiter zu. Sie kämen zum Rodeln, Winterwandern – oder zum Genießen des Bergpanoramas.

  • Mancherorts gibt es

    angesichts der frühlingshaften Temperaturen nun einen fliegenden Wechsel vom Winter- auf den Sommerbetrieb. Auf der Wasserkuppe in der Röhn wurde am Ostermontag noch Ski gefahren, am Wochenende soll schon die Sommerrodelbahn startklar sein. (dpa)

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