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Zwei Unternehmen kämpfen um Osram

Ein US-Finanzinvestor und der österreichische Hersteller AMS wollen das Unternehmen übernehmen. An AMS gibt es große Zweifel.

Zwei Ampeln zeigen vor der Zentrale der Firma Osram grünes Licht. Foto: Matthias Balk/Archivbild
Zwei Ampeln zeigen vor der Zentrale der Firma Osram grünes Licht. Foto: Matthias Balk/Archivbild

München.Die Aktionäre des zum Verkauf stehenden Beleuchtungsherstellers Osram sollen die Wahl unter zwei konkurrierenden Übernahmeangeboten haben. Die Osram-Chefetage will nun auch dem bislang nicht willkommenen österreichischen Halbleiterhersteller AMS ein freundliches Übernahmeangebot ermöglichen.

Das steirische Unternehmen soll sein Angebot von 38,50 Euro je Aktie starten können, bevor die bereits von der Finanzaufsicht genehmigte Offerte der US-Finanzinvestoren Bain Capital und Carlyle am 5. September ausläuft. Das teilte Osram am Mittwochabend mit.

Osram: AMS kein Feind mehr

Damit hat Osram den Widerstand gegen die Österreicher endgültig aufgegeben. Bislang hatten Osram-Vorstand und Aufsichtsrat die Übernahme durch Bain Capital und Carlyle favorisiert, die 35 Euro je Aktie bieten, ein Gesamtpreis von knapp 3,4 Milliarden Euro. Nun hieß es, Osram und AMS führten seit Dienstag „konstruktive Gespräche über eine Zusammenschlussvereinbarung“.

Osram legt nach eigenen Angaben Wert darauf, dass AMS „angemessene Schutzzusagen“ vor allem für die Mitarbeiter und „alle wesentlichen Unternehmensteile“ abgibt.

AMS braucht Segen der Finanzaufsicht

AMS ist hoch verschuldet und müsste die Übernahme auf Kredit finanzieren. Deswegen gibt es Befürchtungen, dass die Österreicher eine Übernahme durch die Zerschlagung von Osram gegenfinanzieren könnten, um nur die Teile zu behalten, die für AMS wichtig sind. AMS und Osram sind auf einigen Feldern direkte Konkurrenten.

Für ein öffentliches Übernahmeangebot an die Osram-Aktionäre braucht AMS den Segen der Finanzaufsicht Bafin, daher besteht Zeitdruck. Denn für Osram liegt bereits ein Übernahmeangebot der US-Finanzinvestoren Bain Capital und Carlyle vor, die Annahmefrist für die Aktionäre endet am 5. September. (dpa)

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