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Umfrage: Söder und die CSU im Aufwind

Seit seinem Amtsantritt hat der Ministerpräsident bei CSU-Wählern zugelegt. Bei Wählern anderer Parteien fallen seine Werte.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) spricht in der Staatskanzlei auf einer Pressekonferenz. Foto: Peter Kneffel/Archiv
Ministerpräsident Markus Söder (CSU) spricht in der Staatskanzlei auf einer Pressekonferenz. Foto: Peter Kneffel/Archiv

München.Sechs Wochen nach der Wahl von Markus Söder zum neuen bayerischen Ministerpräsidenten kann die CSU in einer Umfrage weiter zulegen. Wäre am kommenden Sonntag Landtagswahl, kämen die Christsozialen nach Angaben des Hamburger Umfrage-Instituts GMS im Auftrag von „17:30 SAT.1 Bayern“ auf 44 Prozent. Damit klettert die Partei um einen Prozentpunkt im Vergleich zum Vormonat nach oben, liegt aber weiterhin deutlich hinter ihrem Ergebnis von 2013 (47,7 Prozent) und damit deutlich entfernt von der Verteidigung der absoluten Mehrheit.

Den Angaben der Demoskopen zufolge würden sechs Parteien den Einzug in den Landtag schaffen: Die SPD mit 14 Prozent als zweitstärkste Kraft (2013: 20,6 Prozent), gefolgt von der AfD mit zwölf Prozent (2013: -) und den Grünen mit elf Prozent (2013: 8,6 Prozent). Die Freien Wähler (2013: 9,0 Prozent) würden bei sechs Prozent landen, auch der FDP würde mit fünf Prozent knapp den Wiedereinzug ins Maximilianeum gelingen. Die Linke würde dagegen wie bereits 2013 mit drei Prozent (2013: 2,1 Prozent) scheitern.

Söder mobilisiert die eigene Wählerschaft

Laut der Umfrage hat Ministerpräsident Markus Söder seit seinem Amtsantritt bei den CSU-Anhängern an Ansehen gewonnen, bei den Wählern anderer aber Parteien eingebüßt. Im Saldo ist die Zahl stabil. 52 Prozent der Bayern halten Söder demnach für einen guten Ministerpräsidenten, 38 Prozent verneinen das. Zehn Prozent machten keine Angabe. Gegenüber der März-Umfrage (55 Prozent) legt Söder vor allem bei CSU-Anhängern zu (von 64 Prozent auf 75 Prozent). Bei SPD-Anhängern gibt er hingegen nach (von 47 Prozent auf 35 Prozent), genau wie bei AfD-Anhängern (von 51 Prozent auf 38 Prozent).

Das Thema Sicherheit bleibt den Bayern wichtig. Foto: dpa
Das Thema Sicherheit bleibt den Bayern wichtig. Foto: dpa

Mit der Arbeit der neuen Staatsregierung sind die Bayern zufrieden, mit der Bundesregierung unzufrieden. Die Zahlen im einzelnen: Mit der Staatsregierung sind 59 Prozent zufrieden, 36 Prozent unzufrieden. Bemerkenswert: auch 60 Prozent der SPD-Wähler und 55 Prozent der AfD-Wähler sind zufrieden. Unzufrieden sind aber 59 Prozent mit der Bundesregierung, nur 38 Prozent zufrieden.

Die wichtigsten landespolitischen Aufgaben sind nach Ansicht der Bayern zu 82 Prozent die Innere Sicherheit. 75 Prozent der Befragten nennen Ausländer und Zuwanderung. Wichtig auch die Sozialpolitik (48 Prozent). Sie liegt deutlich vor der Umwelt- und Klimapolitik (31 Prozent). Die Themen Wohnungsbau und Mieten stehen nur für neun Prozent im Mittelpunkt.

Die Lösungskompetenz für die Aufgaben sehen die Bayern in allen Bereichen eher bei der CSU.

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