MyMz

Medizin

Uniklinik führt die meisten Tests durch

Das Regensburger Klinikum ist in der aktuellen Situation enorm gefordert. In der Oberpfalz gibt es inzwischen 132 Infizierte.
Von Isolde Stöcker-Gietl

Immer mehr Menschen werden auf das Corona-Virus getestet. In Regensburg waren es heute allein 300 am Uniklinikum Regensburg. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa
Immer mehr Menschen werden auf das Corona-Virus getestet. In Regensburg waren es heute allein 300 am Uniklinikum Regensburg. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Regensburg.Die Zahl der Infizierten steigt auch in Ostbayern kontinuierlich weiter an: Oberpfalzweit sind mittlerweile laut dem Landesamt für Gesundheit 132 Menschen mit dem Coronavirus infiziert (Landesamt für Gesundheit, Stand 17. März um 12 Uhr), die meisten davon im Landkreis Cham. Im Landkreis Kelheim gibt es nach dieser Statistik vier Infizierte.

Rund 300 Tests an einem Tag

Das Universitätsklinikum Regensburg (UKR) führt derzeit die meisten Coronavirus-Tests in Bayern durch. Allein am Dienstag wurden rund 300 begründete Verdachtsfälle in der Beratungsstelle im Außenbereich der interdisziplinären Notaufnahme durchgeführt, wie das Klinikum am Nachmittag mitteilte. In den Regensburger Laboren werden aber nicht nur die Tests aus der Oberpfalz bearbeitet, sondern aus weiteren Teilen Bayerns. Zum Teil müssen die Betroffenen inzwischen länger als einen Tag auf die Untersuchungsergebnisse warten. Aufgrund der enormen Arbeitsbelastung werden deshalb nun die Kapazitäten in den Ambulanzen deutlich zurückgefahren.

Dies betrifft zunächst insbesondere Termine, die in den Ambulanzen vereinbart wurden. Die Notfallversorgung sei davon nicht betroffen. Bereits am Dienstag wurden die Behandlungen in den Zahnmedizinischen Kliniken (ZMK) des UKR – Kieferorthopäde, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Zahnärztliche Prothetik sowie Zahnerhaltung und Parodontologie – stark eingeschränkt. Nun ziehen weitere Ambulanzen nach. So reduzieren die Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, die Klinik und Poliklinik für Dermatologie sowie die Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (HNO) ihre ambulanten Sprechstunden. Wie schon die ZMK richten auch die Augenheilkunde, die

Dermatologie und die HNO eine Notfallversorgung ein. Die Abteilung für Physiotherapie des UKR hat zudem alle ambulanten Termine und Kurse vorerst bis zum 20. April abgesagt.

Patientenzahlen werden steigen

Auch in anderen Bereichen am UKR kann es infolge eines zu erwartenden höheren

Bedarfes an Betten-Kapazitäten für weitere Patienten mit einer Covid-19-Erkrankung sowie infolge der Schulschließungen zu personellen und Leistungseinschränkungen kommen. Experten sagen voraus, dass am kommenden Wochenende bereits dreimal mehr Covid-19-Patienten in den Kliniken versorgt werden müssen als zu Beginn der Woche.

Das UKR machte am Dienstag keine Angaben, ob inzwischen weitere Covid-19-Patienten stationär in dem Krankenhaus der Maximalversorgung gepflegt werden. Bislang war ein Patient in Isolation in der Klinik untergebracht. Zu seinem Gesundheitszustand will sich die Pressestelle nicht äußern.

Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Regensburg musste am Dienstag die Infektion einer Hebamme bekanntgeben, die sich bei einem Urlaub in Österreich infiziert hatte. Inzwischen wurden 14 Personen in ihrem Umfeld positiv getestet, darunter weitere Hebammenkolleginnen.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht