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Unterwasserrugby und BWL

Über 70 Angebote bietet das Programm des Hochschulsports. Bei der Schnupperwoche kann man Kurse wie Jonglage ausprobieren.
Von Fabian Westermeyer

In der Sportart Unterwasserrugby ist die Universität Regensburg amtierender deutscher Hochschulmeister. Foto: Malte Christians/dpa
In der Sportart Unterwasserrugby ist die Universität Regensburg amtierender deutscher Hochschulmeister. Foto: Malte Christians/dpa

Regensburg.Unisport ist nicht nur Sportstudenten vorbehalten. Jeder Student darf sich dort verausgaben. Das führt zu ungewöhnlichen Kombinationen wie etwa Betriebswirtschaftslehre und Unterwasserrugby. Statt Bilanzen zu prüfen gilt es hier einen handballgroßen Ball im gegnerischen Korb zu versenken, der am Boden des Beckens angebracht ist. Jede Mannschaft schickt sechs Spieler ins kalte Nass. Ausgestattet mit Schwimmflosse, Schnorchel und Taucherbrille kämpfen sie um den Ball, der wegen seiner Füllung mit Salzwasser langsam zu Boden sinkt.

Dabei handelt es sich nur um eines von vielen Angeboten an der Universität Regensburg. Während des Semesters schwitzen mehr als 9000 Kursteilnehmer pro Woche beim Hochschulsport. Nach dem langen Sitzmarathon in Bibliotheken und Seminarräumen zieht es sie abends zum campuseigenen Sportzentrum. Nach dem Motto „Wer rastet, der rostet“ trainieren in den Sportanlagen Studenten, Dozenten und Mitarbeiter zusammen.

Mehr als 100 Trainer im Einsatz

Der Sportpädagoge Dr. Christoph Kößler hat seit inzwischen über 18 Jahren die Leitung des Hochschulsportes inne. „Ich mache das gerne, da steckt auch mein Herzblut darin“, sagt er zu seiner Tätigkeit. Dieser Einsatz trägt auch Früchte, denn beim CHE-Ranking gehört der Regensburger Hochschulsport seit Jahren zur Spitze von Deutschland. Mit seinen Mitarbeitern und den mehr als 100 Trainern arbeitet Kößler eng zusammen, um jedes Semester ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine zu stellen.Beginnend bei A wie Aikido, einer modernen japanischen Kampfkunst, bis hin zu Z wie Zumba, das Aerobic mit internationalen Tänzen kombiniert, sind Sportarten aus aller Welt geboten. Neben Zumba gibt es weitere Tanzangebote wie Breakdance, Jazztanz oder verschiedene Salsa-Stile. Außerdem kann man in die Welt des Zirkus eintauchen. So hängt man beim Vertikaltuch-Turnen akrobatisch von der Decke oder man hält bei der Jonglage Bälle in der Luft. Beim Inklusionssport trainieren Menschen mit und ohne Handicap gemeinsam.

Mit dem Spruch „Indoor oder Outdoor – da ist für jeden Geschmack was dabei!“ wirbt das Hochschulzentrum für sein Programm. Dementsprechend ist etwa der Anaerobics-Kurs viel draußen unterwegs – auch im Winter. Bei den Kraft- und Konditionsübungen trotzen die Teilnehmer jedem Wetter. Wer stattdessen lieber ins Nasse springt, wird beim Unterwasserrugby in der campuseigenen Schwimmhalle fündig. Wer sich auf dem Wasser fortbewegen will, kann mit dem Kajak im Schwimmbad grundlegende Paddeltechniken sowie eine Kenterrolle lernen. Natürlich sind auch Klassiker wie Handball, Leichtathletik und Tischtennis Teil des Programms.

Den Uni-Stress vergessen

Die meisten Kurse finden auf dem Areal des Sportzentrums statt. Dort können die Besucher in mehreren Sporthallen den Uni-Stress für ein paar Stunden vergessen. Davor muss man allerdings erst das Sportzentrum erreichen, das abgelegen im Süden des Universitätsgeländes liegt. Die in den 70ern errichten Anlagen sind schon etwas in die Jahre gekommen. Ihre Aufgaben erfüllen sie aber nach wie vor.

Neu in diesem Wintersemester ist die BodyWeightStation. An diesem vielseitigen Sportgerät können Anfänger und Profis ein komplettes Workout gestalten. An mehreren Hartplätzen und Beachvolleyballfeldern machen Studenten im Sommer gerne Halt. Das Highlight des Geländes ist dann das eigene Stadion der Universität mit zahlreichen Tribünen. Die Tartanbahn, Leichtathletikanlagen und Grasplätzen bieten professionelle Bedingungen.

Den Sportausweis gibt es ab 15 Euro

Um die Anlagen, das Programm und die Trainer zu finanzieren, müssen Besucher der Sportangebote eine Grundgebühr aufbringen. Für den Sportausweis zahlen Studierende 15 Euro und Mitarbeiter 20 Euro. Extra kostet die Nutzung von Kletteranlagen (18 Euro), Kraftraum (13 Euro) oder Sauna (25 Euro für eine 10er-Karte). Für das komplette Sportpacket bezahlt man neben dem Grundpreis weitere 40 Euro.

Den nötigen Sportausweis können Studenten mit dem Guthaben der UR/OTH-Karte an den Terminals der eigenen Einrichtung erwerben. Die Mitarbeiter müssen für den Ausweis zur Pforte oder zum Sekretariat des Sportzentrums. Der Sportausweis ist dann jeweils ein Semester gültig.

In der vorlesungsfreien Zeit fällt das Programm kleiner aus und einige Kurse pausieren. Die Besucher konnten in der Vergangenheit aber immer noch aus mehr als 60 Angeboten wählen.

Dafür ist zu Semesterbeginn umso mehr los. Aus Kapazitätsgründen ist bei manchen Kursen eine Online-Anmeldung notwendig. Diese ist ab dem letzten Tag der Schnupperwoche möglich, die vom 15. bis 19. Oktober dauert. Dann gilt ab 8 Uhr das Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“.

Trainieren für die Meisterschaft

Neben den Freizeit-Kursen gibt es außerdem Wettkampftraining. Ziel dieser Kurse ist es, Sportbegeisterte auf Hochschulmeisterschaften vorzubereiten. Daneben fördert das Sportzentrum junge Athleten finanziell. Man kann einen Wettkampfzuschuss für die Turniere des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbands (adh) beantragen. Wer es auf das Podest schafft, bekommt Meldegeld, Fahrtkosten, Übernachtungspauschale und Tagegeld erstattet. Das Programm lieferte in der Vergangenheit schon Erfolge. Diesen Sommer beispielsweise gewann das Regensburger Hochschulteam die deutsche Hochschulmeisterschaft im Unterwasserrugby, nachdem man sich im Endspiel knapp gegen die Universität Köln durchgesetzt hatte.

Das sagen Studierende zum Unisport:

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