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Genuss

Ursula Gaisa stellt ihr Kochbuch vor

„Vegetarische Schmankerl für fünf Jahreszeiten“ heißt das Buch der Hobby-Köchin. Ein Steak würde darin niemand vermissen.
Von Andrea Leopold

Die Autorin Ursula Gaisa (Mitte) mit ihren „Kräuteramazonen“ Sabine und Martina Hauner.  Foto: Leopold
Die Autorin Ursula Gaisa (Mitte) mit ihren „Kräuteramazonen“ Sabine und Martina Hauner. Foto: Leopold

Kallmünz.„Es gibt nichts Einfacheres als ein sehr gutes Steak mit leckerem Gemüse. Aber was tun ohne Steak?“, fragt Ursula Gaisa im Vorwort ihres neuen Buches „Vegetarische Schmankerl für fünf Jahreszeiten“. Seit ihrer Studienzeit kocht und versucht sich die Autorin an kulinarischen Kreationen. Sie liebt Kochsendungen und Kochbücher. In ihrem ersten Buch kreiert sie raffinierte regionale und saisonale Rezepte. „Aus lauter Langeweile“ habe sie 2016 mit Erfolg an der ZDF-Show „Die Küchenschlacht“ teilgenommen, sagt sie. Davor war sie gekrönte „Shopping-Queen“ bei Guido Maria Kretschmer im Sender Vox. Seit über zwei Jahren ist sie aus Tierwohl- und Umweltschutzgründen Vegetarierin und beweist mit innovativen Gerichten, dass die fleischlose Küche alles andere als langweilig ist.

Das Kochbuch von Ursula Gaisa heißt „Vegetarische Schmankerl für 5 Jahreszeiten“ und ist im MZ Buchverlag/ Battenberg-Gietl erschienen.
Das Kochbuch von Ursula Gaisa heißt „Vegetarische Schmankerl für 5 Jahreszeiten“ und ist im MZ Buchverlag/ Battenberg-Gietl erschienen.

„Ausgeklügelt sind die Aromen und Texturen jeweils. Süß, sauer und salzig, scharf und mild, weich und knackig, crunchig und cremig, frisch und umamiwürzig, roh und gegart – das Spiel mit den Gegenpolen sorgt für Spannung und ist das Credo von Ursula Gaisa“, schreibt MZ-Redakteurin Angelika Sauerer in ihrem Vorwort. Seit 2018 kocht und schreibt Gaisa monatlich für die „Aufgetischt“-Seite der Mittelbayerischen.

Rezept

Rote Pfannkuchen mit Grün

Zu den Crêpes gibt es eine Spinatfüllung. Bohnenmus und frittierte Kapern runden das vegetarische Gericht ab.

In ihrem Fünf-Jahreszeiten-Schmankerl-Buch meint die Autorin mit der fünften Jahreszeit nicht den Fasching. Vielmehr hat sie den Sommer unterteilt in Frühsommer und Sommer. Konsequent hat sie genau 50 Rezepte auf die fünf Jahreszeiten verteilt, Ordnung muss sein. Konsequent verwendet sie für ihre Rezepte saisonales Gemüse und Kräuter aus der Region.

Raffinierte Spargelrezepte

Da wird eine grüne Bowl mit viel frischem Grün, Quinoa und Cashewdressing als Tipp für die Mittagspause im Schraubglas mitgenommen und vor Verzehr geschüttelt, nicht gerührt getrunken. Bärlauch-Rösti, Bärlauch-Salsa und Bärlauch-Kohlrabi in immer verändertem Mäntelchen, kombiniert sie mit Zitronen-Champignon-Ragout, Quarknockerl und Ofenspargel.

Die einzelnen Jahreszeiten sind in Vor,-Haupt- und Nachspeise unterteilt, was den Mathematiker unter den Lesern veranlasst, die Gaußsche Normalverteilung von 2-6-2- Rezepten in dem kreativen Werk zu erkennen.

Rezept

Quietschekäse mit Melone

Vegetarisch grillen: Halloumi und Wassermelone braten in der Grillpfanne. Dazu schmeckt eine kräftige Tomaten-Salsa.

Das Kapitel Frühsommer wartet auf mit raffinierten Spargelrezepten. Hier wird das Gemüse einmal nicht in Sauce Hollandaise ertränkt, sondern mit Erdbeeren und Spinat angerichtet. Oder es kommt als Spargel im Bierteig daher mit scharfem Erdbeersalat oder Spargelquiche mit Linsensalat und Erdbeersößchen. Neben den Rezepten lässt Gaisa eine Spargelbäuerin aus Sandharlanden zu Wort kommen. Überhaupt stellt sie nach jedem der fünf Kapitel eine Fachfrau oder einen Fachmann im Interview vor – seien es die „Gemüseamazonen“ Sabine und Martina Hauner aus Winzer für den Frühling, Martina Kögl von der Ökokiste Kössnach für den Sommer oder Toni Lauerer als Spezialist zum Thema „Schwammerl“ im Herbst.

Radicchio und Grill-Nektarine

Im Sommer präsentiert Gaisa Zucchinistreifen mit Radicchio und gegrillter Nektarine – außerdem mit Auberginentürmchen, Serviettenspinatknödeln und Grillkas mit Petersiliensalat und Senf-Dill-Creme. Die einzelnen Gerichte sind übersichtlich angeordnet, farbig abgestimmt und kurz und knapp in der Anleitung gehalten.

Moderne Ernährung

  • Soulfood: So bezeichnet man den Zusammenhang zwischen Essen und seelischem Wohlbefinden.

  • Peacefood: Lebensmittel, die ohne Leiden von Mitgeschöpfen und der Schöpfung produziert wurden.

Die vielseitige Köchin arbeitet seit vielen Jahren als Journalistin und Redakteurin in einem Musikverlag, tritt immer wieder als Sängerin und Kabarettistin auf und betreibt den Blog „immerschick.de“. Nebenberuflich schreibt Gaisa seit Jahren für verschiedene Stadtmagazine. Ihr Buch ist im Verlag Battenberg Gietl erschienen und kostet 19,90 Euro. Erhältlich ist es auf www.mittelbayerische-shop.de. Das obligatorische Steak vermisst darin wohl niemand.

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