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Vereinfachte Zeugnisse und weniger Proben für Grundschüler

Bayerns Grundschüler erhalten vom laufenden Schuljahr an vereinfachte Zeugnisse.

Ein Grundschüler hält sein Zeugnis in den Händen. Foto: Jens Wolf/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild
Ein Grundschüler hält sein Zeugnis in den Händen. Foto: Jens Wolf/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild

München.Wie Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Donnerstag mitteilte, soll ein „Gesamttextfeld“ Schwerpunkte im Unterricht und fächerübergreifende Kompetenzen besser und flexibler abbilden. Bisher waren Texte zu jedem einzelnen Fach nötig. Bis Klasse drei kann zudem ein dokumentiertes Lernentwicklungsgespräch nicht nur das Zwischen-, sondern auch das Jahreszeugnis ersetzen.

Viertklässler erhalten zwar weiter ein Zeugnis mit Ziffernnoten, müssen aber vor dem Wechsel auf die weiterführenden Schulen nur noch 18 statt 22 Probearbeiten ablegen. So könne man den Übergang für Schüler entzerren und Lehrer entlasten, sagte Piazolo.

Lob für die Änderungen kam von Lehrergewerkschaften. „Der überhöhte Arbeitsaufwand des bisherigen textlastigen Zeugnisses gehört endlich der Vergangenheit an“, sagte die Landesvorsitzende der Katholischen Erziehungsgemeinschaft in Bayern, Walburga Krefting. „Lehrkräfte müssen jetzt den Mut haben, die Umstellung mitzugehen.“

Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband bezeichnete die Veränderungen als dringend nötiges Signal in Zeiten von Corona und angesichts eines eklatanten Lehrermangels. Pädagogik müsse immer Vorrang vor systemischen Zwängen haben, sagte Präsidentin Simone Fleischmann. „Seit Corona wissen wir, dass vieles möglich ist, was vorher undenkbar war.“ Der Verband erwarte nun weitere Maßnahmen.

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