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Verteidiger Strate kritisiert Mollath

Das Verfahren ist vorbei, Gustl Mollath freigesprochen. Nun meldet sich sein Verteidiger Gerhard Strate in einem Interview zu Wort.

Waren sich nicht immer einig: Gustl Mollath (l.) und sein Verteidiger Gerhard Strate. Foto: dpa

München.Nach dem Freispruch für Gustl Mollath hat sein Anwalt Gerhard Strate den Auftritt des früheren Psychiatrie-Insassen vor Gericht kritisiert. „Herr Mollath ist ein Vulkan, der gelegentlich Lava ablassen muss“, sagte Strate in einem Interview mit dem Magazin „Focus“. Es sei Mollaths gutes Recht, seine Position vor Gericht zu vertreten. „Es ist aber problematisch, wenn Verteidiger und Mandant nicht auf einer Linie sind.“

Strate und sein Kollege Johannes Rauwald hatten sich mit Mollath über die Strategie in dessen Wiederaufnahmeverfahren zerstritten. Das Landgericht Regensburg hatte es aber abgelehnt, sie von ihrem Mandat zu entpflichten. „Man kann nicht, wie Herr Mollath, alle möglichen Vorwürfe zur Steuerehrlichkeit thematisieren und gleichzeitig zu dem konkreten Vorwurf der Körperverletzung vage bleiben, wie er das getan hat“, kritisierte Strate jetzt.

Mollath war am Donnerstag freigesprochen worden. Allerdings befand das Gericht den jahrelang gegen seinen Willen Festgehaltenen für schuldig, 2001 seine damalige Ehefrau misshandelt zu haben. Mollath hatte für eine vollständige Rehabilitierung gekämpft und zeigte sich enttäuscht. Vor Gericht hatte er seine Ex-Frau bezichtigt, eine Intrige gegen ihn gesponnen zu haben, weil er einen Schwarzgeldskandal aufdecken wollte. (dpa)

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