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Wagners Enkel streiten um Festspielhaus

Die Familie will mehr Mitspracherecht. Eine Güteverhandlung endete ohne Einigung. Jetzt geht der Prozess weiter.

Das Richard-Wagner-Festspielhaus: Die Enkel Wagners wollen mehr Mitspracherecht. Foto: dpa
Das Richard-Wagner-Festspielhaus: Die Enkel Wagners wollen mehr Mitspracherecht. Foto: dpa

Bayreuth.Die Enkel von Wieland Wagner streiten sich weiter mit der Richard-Wagner-Stiftung und der Bayreuther Festspiele GmbH. In dem Zivilverfahren am Landgericht Bayreuth habe eine ausführliche Güteverhandlung nicht zu einer Einigung zwischen den Parteien geführt, bestätigte ein Sprecher des Gerichts am Donnerstag. Zuvor hatte der „Nordbayerische Kurier“ darüber berichtet.

Bei dem Streit geht es um den Pachtvertrag des Festspielhauses. Dieses gehört der Richard-Wagner-Stiftung, in der Bund und Freistaat Bayern die Mehrheit haben. Die Stiftung hat das Haus im Frühjahr bis zum Jahr 2040 an die Festspiele GmbH vermietet.

Entscheidung soll im November bekannt gegeben werden

Aufgrund der ausgehandelten Details könnten Bund und Freistaat Bayern beinahe allein über die Festspielleitung entscheiden. Die Erben Wieland Wagners klagen dagegen. Wieland Wagner war der Bruder von Wolfgang Wagner (gestorben 2010), der die Festspiele alleine bis 2008 leitete und dessen Töchter Katharina Wagner und Eva Wagner-Pasquier zunächst zusammen an der Spitze standen. Inzwischen ist Katharina Wagner die alleinige künstlerische Leiterin.

Nach Angaben des Gerichtssprechers unterbreitete die Kammer den Beteiligten Gütevorschläge. Dazu können sie sich bis zum 26. Oktober äußern. Eine Entscheidung will das Gericht nach bisheriger Planung am 17. November verkünden. (dpa)

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