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Was von nun an in Bayern erlaubt ist

Der Freistaat lockert erneut die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Welche Regeln jetzt und künftig gelten.

Die Maskenpflicht in Geschäften gilt bereits seit 27. April. Foto: altrofoto.de
Die Maskenpflicht in Geschäften gilt bereits seit 27. April. Foto: altrofoto.de

Regensburg.Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, gelten in Bayern seit Ende März strenge Ausgangsbeschränkungen. Weil die Maßnahmen erste Wirkung zeigen, wurden die Beschränkungen ab 20. April schon ein wenig gelockert. Am 28. April verkündete Ministerpräsident Markus Söder (CSU) dann weitere Anpassungen der Regeln.

Diese Maßnahmen gelten in Bayern:

Ausgangsbeschränkung und Kontaktsperre: Die Ausgangsbeschränkung wird bis 10. Mai verlängert. Das Verlassen der eigenen Wohnung ist also weiterhin nur bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt. Seit 20. April ist jedoch bei Sport und Bewegung an der frischen Luft der Kontakt zu einer Person außerhalb des eigenen Hausstands erlaubt. Davor durfte man nur alleine oder mit Angehörigen des eigenen Haushalts draußen unterwegs sein.

Geschäfte: Ab 29. April dürfen auch große Geschäfte öffnen, wenn sie die Verkaufsfläche auf maximal 800 Quadratmetern beschränken. Buch- und Fahrradläden müssen ebenso die 800-Quadratmeter-Grenze beachten. Lebensmittelgeschäfte, Bau- und Gartenmärkte, der Kfz-Handel und die sonstigen schon bisher privilegierten Geschäfte des täglichen Bedarfs können weiterhin mehr als 800 Quadratmeter öffnen.
Für Ladengeschäfte und den Einzelhandel gelten folgende Auflagen:

  • Einlasskontrollen
  • 1,5 Meter Abstand
  • ein Kunde pro 20 Quadratmeter
  • verpflichtende Hygiene- und Parkplatzkonzepte
  • Mundschutzgebot, wobei deren Besorgung eigenverantwortlich durch den Ladeninhaber bzw. Kunden erfolgen muss

Masken: In Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr müssen Menschen in Bayern ab 27. April Schutzmasken über Mund und Nase tragen. Die Maskenpflicht gilt auch für die Schülerbeförderung.

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Schulen: Ab dem 27. April dürfen Abschlussklassen an den Gymnasien, Real- und Mittelschulen zurück an die Schulen, ebenso Meisterklassen. Ab dem 11. Mai sollen die Abschlussklassen 2021 und die Viertklässler wieder zur Schule gehen. Wann alle übrigen Jahrgänge zurück an die Schulen dürfen, ist noch offen. Auch die Kitas bleiben zunächst geschlossen. In den Schritt für Schritt wieder eröffneten Schulensollen nach Angaben von Kultusminister Michael Piazolo strenge Infektionsschutzmaßnahmen gelten: „Der Unterricht soll in maximal halber Klassenstärke mit 10 bis 15 Schülern erfolgen. So werden wir in den Klassenzimmern einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zwischen den Schülern gewährleisten.“ Auch ein zeitlich versetzter Schulbeginn werde geprüft.

Kinderbetreuung: Die bisherige Notbetreuung an Schulen, Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen und heilpädagogischen Tagesstätten wird beibehalten und ab 27. April ausgeweitet. Zukünftig kann die Notbetreuung für Kinder in Anspruch genommen werden, wenn ein Elternteil in systemrelevanten Branchen arbeitet.

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Gottesdienste: Ab 4. Mai sind auch wieder Gottesdienste unter Auflagen erlaubt. Damit die Ansteckungsgefahr möglichst minimiert wird, müssen sich die Gotteshäuser aller Glaubensgemeinschaften an Hygienekonzepte halten. Auch die Dauer wird auf maximal 60 Minuten beschränkt. Je nach Größe des Versammlungsortes gelten Obergrenzen für Besucherzahlen. Gläubige müssen außerdem einen Mindestabstand von 2 Metern in Gebäuden und 1,5 Metern im Freien einhalten, sowie einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Friseure/Fußpflege/Physiotherapeuten: Friseur- und Fußpflegebetriebe dürfen ab 4. Mai wieder öffnen. Ebenso uneingeschränkt dürfen Physiotherapeuten tätig werden. Auch für diese Berufsgruppen gilt künftig insbesondere die Maskenpflicht.

Gastronomie/Hotellerie/Tourismus: Für den Bereich Gastronomie und Hotellerie bestehen die bisherigen Regelungen fort: Erlaubt ist nur die Mitnahme von Essen sowie nur unaufschiebbare berufliche Übernachtungen.

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Veranstaltungen/Versammlungen: Großveranstaltungen bleiben mindestens bis zum 31. August 2020 untersagt. Versammlungen bis 50. Teilnehmer sind ab 4. Mai wieder erlaubt. Es muss ein Sicherheitsabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Veranstalter dürfen maximal eine Versammlung pro Tag anmelden, die ebenfalls auf 60 Minuten beschränkt sein soll.

Hochschulen: Der Vorlesungsbetrieb an den bayerischen Universitäten und Hochschulen soll am 20. April starten, allerdings findet das Sommersemester vorerst digital statt. Die Abnahme von Prüfungen ist im Präsenzbetrieb möglich. Staatliche Bibliotheken und Bibliotheken an Universitäten und Hochschulen können ab dem 27. April unter Auflagen zur Hygiene, Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen geöffnet werden.

Krankenhäuser/Pflegeheime: Bei den Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen bleiben die derzeit gültigen Regelungen bezüglich Öffnung und Zugang bestehen. Sterbende können durch die engsten Familienangehörigen begleitet werden.

Reisen: Die weltweite Reisewarnung gilt bis 14. Juni.

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