MyMz

Tiere

Weiterer entflohener Wolf erschossen

Sechs Tiere sind im Landkreis Regen aus einem gesicherten Gehege ausgebrochen. Der Nationalpark wird weiter durchforstet.

Bis zum Samstagmittag fehlte von den ausgebrochene Wölfen noch jede Spur. Foto: dpa
Bis zum Samstagmittag fehlte von den ausgebrochene Wölfen noch jede Spur. Foto: dpa

Lindberg.Einer der sechs aus einem Gehege im Bayerischen Wald ausgebrochenen Wölfe ist am Sonntagvormittag erschossen worden. Versuche, das Tier zu fangen oder zu betäuben, seien gescheitert, wie der Nationalpark Bayerischer Wald mitteilte. Ein anderer der Wölfe war nach wenigen Stunden in Freiheit von einer Regionalbahn erfasst und getötet worden. Die sechs Tiere waren in der Nacht zum Freitag aus ihrem Gehege bei Lindberg (Landkreis Regen) entkommen.

Mitarbeiter kontrollieren bei Ludwigsthal im Nationalpark Bayerischer Wald die Umzäunung eines Geheges. Foto: dpa
Mitarbeiter kontrollieren bei Ludwigsthal im Nationalpark Bayerischer Wald die Umzäunung eines Geheges. Foto: dpa

Die Verwaltung des Nationalparks hatte sich zum Töten der Tiere entschieden, weil die im Gehege aufgezogenen Wölfe keine Scheu vor Menschen zeigen. Zwei Wölfe, darunter der jetzt erlegte, waren immer wieder in der Nähe von Siedlungen gesichtet worden. Es wäre dabei bereits zu kritischen Situationen mit Personen gekommen, wie der Nationalpark auf seiner Facebook-Seite berichtete. Es werden jedoch weiterhin Lebendfallen und Narkosegewehre eingesetzt. Der Abschuss erfolge nur dann, wenn die „sanfte Methode“ scheitert.

Die Wölfe waren aus zunächst unklarer Ursache aus dem von hohen Zäunen gesicherten Gelände entkommen. Ein mehrfach gesichertes Gehege-Tor stand offen. Die Verwaltung schloss ein mutwilliges Einwirken Dritter zunächst nicht aus.

Nachdem mehrere Wölfe ausgebrochen sind, ist der Weg nahe des Geheges abgesperrt. Foto: dpa
Nachdem mehrere Wölfe ausgebrochen sind, ist der Weg nahe des Geheges abgesperrt. Foto: dpa

In dem Gehege lebte ein Wolfsrudel mit neun Tieren. Sie hätten ihr gesamtes Leben in menschlicher Obhut verbracht und seien in freier Wildbahn nicht lange Zeit überlebensfähig, erklärte die Nationalparkverwaltung. (dpa)

Eine umfangreiche Multimedia-Analyse zu dem Thema finden Sie unter: www.mittelbayerische.de/wolf. Doch wie gut kennen Sie sich mit Wölfen aus? Testen Sie Ihr Wissen:

Sagen Sie uns Ihre Meinung:

Weitere Nachrichten aus Bayern finden Sie hier!

Aktuelles aus der Region und der Welt gibt es über WhatsApp direkt auf das Smartphone: www.mittelbayerische.de/whatsapp

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht