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Landtag

Wen wählen? Mehrheit noch unentschieden

38 Prozent der Bayern wissen bereits, wo sie am 14. Oktober ihr Kreuzchen machen. Die CSU käme laut Umfrage auf 39 Prozent.

Am 14. Oktober steht in Bayern die Landtagswahl an. Foto: Uwe Anspach/dpa
Am 14. Oktober steht in Bayern die Landtagswahl an. Foto: Uwe Anspach/dpa

München.Nur etwas mehr als ein Drittel (38 Prozent) der Bayern haben sich bereits entschieden und weiß genau, wen sie bei der Landtagswahl am 14. Oktober wählen werden. Dies geht aus einer gestern veröffentlichten Umfrage des Hamburger Umfrage-Instituts GMS im Auftrag von „17:30 Sat.1 Bayern“ hervor. Jeder Zweite (50 Prozent) ist noch unentschlossen, 12 Prozent erklärten sich bereits jetzt als „sichere Nichtwähler“.

Wäre am nächsten Sonntag Landtagswahl, käme die bislang alleine regierende CSU nur noch auf 39 Prozent (2013: 47,7 Prozent), AfD (2013: -) und Grüne (2013: 8,6 Prozent) würden mit je 14 Prozent folgen. Die SPD befindet sich weiter im freien Fall - nur noch 12 Prozent wollen den Sozialdemokraten ihre Stimmen geben (2013: 20,6 Prozent). Komplettiert wird der Landtag in der Umfrage nach von den Freien Wählern (7 Prozent) und der FDP (6 Prozent). Die Linke würde mit 3 Prozent den Einzug ins Maximilianeum erneut verpassen.

Mehrheit für striktere Asylpolitik

Völlig offen ist, welche Rolle die Flüchtlings- und Asylpolitik für den Ausgang der Wahl haben wird. Knapp jeder Zweite (48 Prozent) gab zwar an, das Thema sei „wahlentscheidend“ oder „sehr wichtig“, beinahe ebensoviele (47 Prozent) sehen die Frage dagegen als „weniger wichtig“ oder „unwichtig“ an. Eine Mehrheit der Befragten (79 Prozent) verlangt eine strengere Flüchtlingspolitik. 15 Prozent sagen dazu nein. An eine Umsetzung des jüngst im Bund von der großen Koalition verabredeten Asylkompromisses glauben aber nur 20 Prozent, 76 Prozent halten das für unrealistisch.

Viele Nichtwähler

  • Zahlen:

    Das Hamburger Umfrage-Institut GMS führte die repräsentative Telefonbefragung mit 1007 Befragten vom 5. bis 11. Juli durch.

  • Nichtwähler:

    Laut neuer Umfrage wollen 12 Prozent der Wahlberechtigten im Oktober definitiv nicht an die Urne gehen. 2013 hatten am Ende mehr als ein Drittel der Berechtigten nicht gewählt.

Söder steigert Beliebtheit

Interessant ist dabei, dass die Mehrheit der Befragten mit der Arbeit von CSU-Chef und Bundesinnenminister Horst Seehofer ebenso wie der der Bundesregierung und der bayerischen Staatsregierung unzufrieden sind. Bei Seehofer und Bundesregierung sind dies fast sechs von zehn Befragten (58 Prozent), bei der Staatsregierung 53 Prozent. Dagegen kommt Markus Söder (CSU) auf einen besseren Wert: 56 Prozent halten ihn für einen „guten Ministerpräsidenten“, 38 sehen dies nicht so. Sechs Prozent machten keine Angaben. (dpa)

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