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Bayern
Dienstag, 22. Mai 2018 27° 1

Tourismus

Werbetrommel für Urlaub in der Oberpfalz

Prominenz aus Ostbayern präsentiert in Berlin Highlights aus der Region. Eine Attraktion hat es ihnen besonders angetan.
Von Reinhard Zweigler

Sie wollen Urlauber nach Ostbayern locken: Karl Holmeier (l.), Thomas Ebeling (3. v. r.) und Franz Löffler (r.) mit Touristiker-Managern. Foto: Zweigler

Berlin.Wie ein riesiger Globus schaut die „größte begehbare Erlebnisholzkugel der Welt“ am Steinberg See im Landkreis Schwandorf aus, meinte Verena Danner begeistert. Aus 40 Metern Höhe ermöglicht die neue Attraktion ab Juli einen fantastischen Blick über See und Landschaft sowie allerhand Abenteuer für Groß und Klein. Balancieren über eine Hängebrücke oder auf der Riesenrutsche nach unten sausen. Die Projektmanagerin vom Zweckverband Oberpfälzer Seenland rührte jetzt in Berlin – gemeinsam mit den beiden Landräten Franz Löffler (Cham), Thomas Ebeling (Schwandorf) und dem Wahlkreisabgeordneten Karl Holmeier (alle CSU) – die Werbetrommel für Urlaub in der Region. Rund 50 Hauptstadtjournalisten vom Verein Tourismus-Dialog staunten nicht schlecht über die vielseitigen touristischen Offerten aus der Oberpfalz.

Die Walhalla: Ostbayern lockt immer mehr Touristen an. Foto: Weigel/dpa

Franz Löffler, zugleich Präsident des Tourismusverbandes Ostbayern e. V. (TVO), schwärmte für Radeln mit dem Mountainbike durch die Kultur- und Naturlandschaft des Bayerischen Waldes. Dieser Sport habe eine geradezu „sagenhafte Dynamik“ entfaltet. Das neueste Projekt ist die TransBayerwald, eine Runde von 700 Kilometern Länge von Furth im Wald bis Passau. Im Herbst soll sie offiziell eröffnet werden und beschildert sein. Man müsse die 700 Kilometer ja nicht unbedingt in einem Stück abspulen, meinte der Hobby-Radler augenzwinkernd. Er verwies zugleich auf wichtige touristische Trends, auf die sich der Fremdenverkehr einstellen müsse.

Renaissance des Familienurlaubs

Dazu gehörten die Renaissance des Familienurlaubs, Reisen zu nachhaltigen und authentischen Zielen, Sparurlaub ebenso wie Luxusurlaub. Zudem verreisten immer mehr Menschen spontan, kürzer und öfter im Jahr. „Wer zu uns kommt, erwartet regional typische Küche, Natur, Gastfreundschaft, Traditionen, Qualität, ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis“, meinte Löffler. Aber auch ein modernes, digitales Umfeld. Wanderer und Biker legten heutzutage Wert etwa auf digitalisierte Wanderkarten, die ihnen Entfernung oder das Höhenprofil auf dem Smartphone anzeigten. Die Erreichbarkeit im weltweiten Datennetz sei ein Muss. Es gebe allerdings auch das genaue Gegenteil. Wer einmal so richtig „entschleunigen“ wolle, ohne Telefon und ohne WLAN, auf für den ist in der Oberpfalz gesorgt.

Voll im Trend

  • Plus:

    Urlaub in den ostbayerischen Ferienregionen – Bayerischer Wald, Oberpfälzer Wald, Bayerischer Jura, Bayerisches Golf- und Thermenland sowie Städte wie Regensburg – liegt auch in den ersten zwei Monaten dieses Jahres voll im Trend. Bei den touristischen Ankünften legte der Oberpfälzer Wald um 11,2 Prozent zu. Hier wurden 124 000 Übernachtungen registriert.

  • Übernachtungen:

    Der Bayerische Wald zählte 272 000 Gäste – 5,2 Prozent mehr als in den ersten beiden Monaten 2017 – und mehr als eine Million Übernachtungen. In ganz Ostbayern – Oberpfalz und Niederbayern – gab es zu Jahresbeginn 2,214 Millionen Übernachtungen. (rzw)

Das Oberpfälzer Seenland lockt

Und was sich etwa im Oberpfälzer Seenland seit dem Ende der Braunkohlenförderung vor rund 35 Jahren entwickelt habe, sei enorm, sagte Landrat Ebeling. Die tollen Seen und viele andere Attraktionen lockten nicht nur immer mehr Tagesgäste an. Auch bei den Übernachtungen legte der Oberpfälzer Wald mit einem Plus von 7,5 Prozent im Vorjahr enorm zu, sagte der Landrat, der selbst Hundesportler ist.

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Der Tourismuspolitiker Karl Holmeier wiederum schwärmte nicht nur von der „Oberpfalz als dem schönsten Teil Deutschlands“ oder vom „kleinsten Konzerthaus der Welt“, dem in Blaibach mit 200 Plätzen, sondern setzt sich in Berlin auch für eine nationale Tourismusstrategie ein. Außerdem kämpft er dafür, dass Eisstockschießen einmal olympisch wird.

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