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Wie „Fakes“ im Netz enttarnt werden

Medienprofis der MZ und aus ganz Bayern diskutierten am Tag der Pressefreiheit mit Schülern über die Rolle der Medien.

MZ-Redakteurin Evi Reiter besuchte die 7. Klasse der Clermont-Ferrand-Mittelschule und stellte die Arbeit der MZ-Reporter vor. Foto: Uwe Moosburger
MZ-Redakteurin Evi Reiter besuchte die 7. Klasse der Clermont-Ferrand-Mittelschule und stellte die Arbeit der MZ-Reporter vor. Foto: Uwe Moosburger

Regensburg.Es ist ein tragischer Fall: Ein 20-Jähriger aus dem Landkreis Regensburg wird vermisst. Seit mehr als einer Woche fehlt jede Spur von ihm. Die Polizei sucht fieberhaft, bisher ohne Erfolg. Als wäre das noch nicht schlimm genug, verbreiten Unbekannte am Wochenende Falschmeldungen im Netz. Eine Person vermeldet sogar den Tod des Vermissten. Für die Polizei und Medien wie die Mittelbayerische ist es schwer, die Falschmeldungen wieder einzufangen. Was einmal im Netz kursiert, hält sich hartnäckig.

Sechs MZ-Redakteure beim Schülermedientag

Es sind Fälle wie dieser, um die es an diesem Tag an verschiedenen Schulen im MZ-Verbreitungsgebiet und in ganz Bayern geht. „Fakten gegen Fakes – Wie glaubwürdig sind unsere Medien?“ lautet die Leitfrage des Schülermedientages. Rund 200 Medienprofis sind an weiterführende bayerische Schulen gegangen, um dort mit Schülern über Fake News im Netz und die Funktion der Medien zu sprechen. Auch die Mittelbayerische stellte sechs Redakteure ab, um am Tag der Pressefreiheit Schulen in ihrer Region zu besuchen. Für die MZ waren im Einsatz: am staatlichen Berufsschulzentrum Kelheim (Benjamin Neumaier), am Werner-von-Siemens-Gymnasium Regensburg (Matthias Wagner), an der Clermont-Ferrand-Mittelschule (Evi Reiter), an der Telemann-Mittelschule Teublitz (Andrea Rieder), an der Knabenrealschule in Neumarkt (Stefanie Roth) sowie an der Gregor-von-Scherr Realschule in Neunburg v. Wald (Martin Kellermeier).

Pressefreiheit

Wichtiger Verstärker der Demokratie

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Ihre Hauptaufgabe war es, über die Arbeit seriöser Medien aufzuklären: Zu erklären, dass eine Meldung in Sozialen Medien von Journalisten eben nicht einfach weiterverbreitet wird, sondern dass es ihre Aufgabe ist, sie genau zu überprüfen. Die Schüler lernten aber auch, wie sie sich im Netz selbst vor „Fakes“ schützen können: Ist das Bild, das mir jemand über WhatsApp geschickt hat, tatsächlich echt? In vielen „Fake News“-Fällen hat eine Bilderrückwärtssuche im Netz ganz schnell die Wahrheit ans Licht gebracht.

400 Bewerbungen für Schülermedientag

Die Idee eines Schülermedientages war während einer gemeinsamen inhaltlichen Zusammenarbeit der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit mit der Süddeutschen Zeitung sowie dem Bayerischen Rundfunk geboren worden und lehnt sich auch an das Konzept des Lehrermedientages des Verbands der bayerischen Zeitungsverleger an. „Zahlreiche Anmeldungen von Seiten der Schulen bestätigen ein enormes Interesse am Schülermedientag. Von dem Engagement der Medienhäuser sind wir begeistert“, sagte Uta Löhrer und Johannes Uschalt, die den Schülermedientag bei der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit koordinieren. Gerade in Zeiten der Digitalisierung sei es allen Beteiligten wichtig, ein Zeichen zu setzen, dass Medienbildung auch eine enorme politische Bedeutung zukommt, um etwa die Beeinflussung und Indoktrination der Mediennutzer zu verhindern. Über 400 Schulen hatten sich für eine Teilnahme beworben, rund 200 Schulen kamen in diesem Jahr zum Zug.

Meinung

Meinungsfreiheit ist anstrengend

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