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Kriminalität

Wilderer tötet und filetiert Schwäne

Im Landkreis Cham entdeckt ein Jäger zwei tote Schwäne: Nun wird wegen eines Vergehens der Jagdwilderei ermittelt.

Schwäne sind schön anzuschauen. Wer mag da ans Töten und Essen denken? In Pösing wurden jetzt jedoch zwei tote und teilweise zerlegte Tiere gefunden. Foto: Monia Mersni/dpa
Schwäne sind schön anzuschauen. Wer mag da ans Töten und Essen denken? In Pösing wurden jetzt jedoch zwei tote und teilweise zerlegte Tiere gefunden. Foto: Monia Mersni/dpa

Pösing.Jagdpächter Dietmar Strasser hat am Wochenende in Langwald bei Pösing zwei tote Schwäne entdeckt. Die Brustfilets der Tiere waren ausgelöst, die Schenkel abgetrennt. Schwäne dürfen offiziell bis 20. Februar gejagt werden – die Rodinger Polizei betrachtet es aber als unwahrscheinlich, dass ein Jagdberechtigter die Schwäne in diesem Zustand zurückgelassen hat. Deshalb ermittelt die Polizei wegen eines Vergehens der Jagdwilderei. Wie Strasser auf Nachfrage berichtet, habe er die beiden Vögel bei einer Routine-Fahrt durch sein Revier am Sonntag gegen 9 Uhr in einem Feld, zehn Meter von der Straße entfernt, gefunden. „Die besten Teile – alles, was man essen kann – waren herausgetrennt. Federkleid und Flügel wurden entsorgt“, sagt Strasser. Wie die Polizei geht auch er davon aus, dass die Tiere woanders geschossen und die Kadaver bei Langwald illegal entsorgt worden sind. Strassers Revier sei nämlich nicht für Schwäne bekannt. „Die Tiere halten sich meist an Gewässern auf“, weiß er.

„Die besten Teile – alles, was man essen kann – waren herausgetrennt.“

Dietmar Strasser, Jagdpächter

Der Jagdpächter vermutet, dass die toten Schwäne in der Nacht auf Sonntag abgelegt wurden. Wenn Schwäne gejagt werden, müsse man sie fachgerecht entsorgen. Das sei vorgeschrieben. „Wenn das ein Jäger war, dann ist das eine große Sauerei“, so Strasser. Den Kadaver eines so schönen Tieres so zu entsorgen, würde ihm im Traum nicht einfallen. Die Polizei hofft nun auf Hinweise. Da noch Jagdzeit ist, müssten sich Jäger wegen Vergehens gegen das Tierkörperbeseitigungsgesetz verantworten. Wird Jagdwilderei festgestellt, kann dies laut Polizei zu einer Geldstrafe oder in besonders schweren Fällen zu einer Freiheitsstrafe führen. (bs)

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