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Zusammenhalt

Wir verbinden Helfer und Hilfsbedürftige

Die Mittelbayerische startet ihre Aktion „Zusammenhalt“: Ab Freitag erscheinen die kostenlosen Anzeigen.
Von Isolde Stöcker-Gietl

Zur Zeit bieten viele Menschen ihre Hilfe im Alltag an. Um Angebote und Nachfrage zu kanalisieren, veröffentlicht die Mittelbayerische ab Freitag kostenlose Anzeigen. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa
Zur Zeit bieten viele Menschen ihre Hilfe im Alltag an. Um Angebote und Nachfrage zu kanalisieren, veröffentlicht die Mittelbayerische ab Freitag kostenlose Anzeigen. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Regensburg.Fahrdienste, Einkaufsservice, Kinderbetreuung: Die Angebote in den Sozialen Medien überschlagen sich im Moment. Die jüngeren Menschen wollen den älteren, die wegen der Ansteckungsgefahr besonders gefährdet sind, den Alltag erleichtern. Es ist schön zu sehen, dass die Bürger angesichts der Corona-Krise näher zusammenrücken und sich in diesen unruhigen Tagen gegenseitig Unterstützung bieten. Die Mittelbayerische will dazu beitragen, die Menschen zu verbinden. Deshalb startet am Freitag die Aktion „Zusammenhalt“, in der kostenlose Anzeigen in der Tageszeitung einen Überblick über die Hilfsangebote geben und zugleich aufzeigen, wo Hilfe benötigt wird.

Online haben wir alle Reaktionen gebündelt.Alle Angebote sowie Hilfsgesuche finden Sie hier.

Angebot wird strukturiert

„Solidarität, nachbarschaftliche Fürsorge und gegenseitige Hilfe sind die Schlagworte, auf die es ankommt. Wie stark und gut eine Gesellschaft ist, zeigt sie nicht in guten Zeiten. Sie beweist es in der Krise“, sagt Josef Pöllmann, geschäftsführender Chefredakteur der Mittelbayerischen. Bereits in den vergangenen Tagen sind viele freiwillige Helfer den Aufrufen in den Sozialen Netzwerken gefolgt. Doch insbesondere die älteren Menschen bewegen sich dort nicht, weshalb nun das Angebot strukturiert nach Regionen in der gedruckten Zeitung veröffentlicht wird. Wer sich an der kostenlosen Aktion beteiligen will, der kann sich auf verschiedenen Kanälen melden.

Neben den regionalen Facebook-Gruppen, die die Mittelbayerische unter dem Stichwort „Zusammenhalt“ eingerichtet hat, können die Angebote auch per Mail an zusammenhalt@mittelbayerische.de geschickt werden. Außerdem ist das Callcenter telefonisch für die kostenlosen Anzeigen unter 0800/207 20 70 zu erreichen. Bitte geben Sie jeweils das Stichwort „Zusammenhalt“ an.

Die Aktion

  • Idee:

    Sich in diesen schwierigen Zeiten gegenseitig zu helfen, das ist die Idee hinter der Aktion „Zusammenhalt“. Die Mittelbayerische will Helfer und Hilfsbedürftige zusammenbringen.

  • Anzeigen:

    Die kostenlosen Anzeigen erscheinen am Freitag in der Mittelbayerischen und am Mittwoch in der Rundschau. Neben den regionalen Facebook-Gruppen, die die Mittelbayerische unter dem Stichwort „Zusammenhalt“ eingerichtet hat, können die Angebote auch per Mail an zusammenhalt@mittelbayerische.de geschickt werden. Außerdem ist das Callcenter telefonisch für die kostenlosen Anzeigen unter 0800/207 20 70 zu erreichen.

Um das Angebot möglichst übersichtlich zu gestalten, werden einige Angaben benötigt. Neben der Region, in der die Hilfe stattfinden soll (Regensburg, Kelheim, Neumarkt, Schwandorf oder Bayerwald), bitten wir auch um die Postleitzahl, um die Erfassung der Anzeigen zu erleichtern. Nennen Sie uns Ihr Hilfsangebot oder sagen Sie uns, welche Hilfe Sie benötigen. Für einen unkomplizierten Kontakt zwischen Hilfsbedürftigen und Helfern wäre eine Telefonnummer wünschenswert. Denn bedenken Sie: Viele ältere Menschen haben nicht die Möglichkeit, sich über E-Mail oder Soziale Netzwerke um eine Hilfe zu bemühen!

Leute sollen sich trauen

Zur genaueren Erläuterung noch ein Beispiel für eine Anzeige: Region Regensburg, PLZ 93164, Angebot: Biete kostenlose Fahrten zu Ärzten und für den Einkauf an. Montag bis Mittwoch zwischen 10 und 12 Uhr. Bitte spätestens am Vorabend melden. Kontakt unter Telefonnummer... Die Anzeigen werden erstmals in der Freitagausgabe der Mittelbayerischen Zeitung zusammengefasst. Eine weitere Veröffentlichung ist dann mittwochs in der kostenlos verteilten „Rundschau“ geplant. Frank Neumann, der die Aktion im Mittelbayerische Medienhaus koordiniert, wünscht sich, dass sich möglichst viele Menschen, die Unterstützung brauchen, angesprochen fühlen. „Wir hoffen nicht nur auf Angebote, sondern auch auf Nachfrage. Die Leute sollen sich trauen, die Hilfen auch anzunehmen.“

Angebot

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Aber was wird eigentlich gebraucht? Bei den Angeboten sollte sich alles auf die Unterstützung im Alltag konzentrieren. Neben Fahrdiensten bzw. Lieferdiensten wäre auch leichte hauswirtschaftliche Unterstützung denkbar. Eltern würden sich über Hilfe bei der Kinderbetreuung oder Nachhilfeangebote freuen. Ein wertvolles Geschenk wäre zudem Zeit, findet Neumann. „Telefonieren, Vorlesen, eventuell auch Besuche.“ Bei persönlichen Kontakten sollte man allerdings die Corona-Schutzmaßnahmen nicht vergessen: Regelmäßig Hände waschen, Lächeln statt Hände schütteln und zwei Meter Abstand zum Gegenüber halten!

Auch Humor sollte in diesen Tagen noch seinen Raum haben. Und so finden sich unter den Angeboten auch immer wieder Kuriositäten. Ob das kostenlos angebotene Wohnmobil einen Interessenten findet, wird sich erst noch zeigen...

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