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Bayern
Freitag, 25. Mai 2018 24° 8

Reisen

Zehn Touristenmagneten in Ostbayern

Die Region ist beliebt bei Urlaubern: Die Gäste wollen sich sicher fühlen, mit Familie willkommen sein und Natur erleben.
Von Marion Koller

Das Welterbe zieht: Führung in der Regensburger Altstadt Foto: altrofoto.de

Bayern.Autorin Marion Koller hat die zehn Topziele in Ostbayern zusammengestellt: vom Regensburger Welterbe bis zu den Schwandorfer Felsenkellern. Die Region kommt sehr gut bei Kurzurlaubern, Radfahrern, Wanderern und Familienmenschen an.

Welterbe Regensburg

Der Regensburger Dom Fotos: altrofoto.de, mcw, xt, G. Röhrl, ctm, Richard Wenzel, Kujat, M. Graf, M. Zeitler, Alexander Rochau/Fotolia, Ebus, Tschannerl


Der mittelalterliche Dom, die Steinerne Brücke und die Altstadt ziehen die meisten Gäste an. Seit Juli 2006 trägt Regensburg den Titel. Das hat internationale Aufmerksamkeit auf die Donaustadt gelenkt. Wenn die Gästezahlen auch 2016 leicht gesunken sind, freut sich die Regensburg Tourismus GmbH doch über eine Million Übernachtungen im Jahr. Die Gäste interessieren sich laut repräsentativer Umfrage des Qualitätsmonitors Deutschland besonders für das Altstadtensemble, den Dom, die Steinerne Brücke und das T&T-Schloss. Bald ist die Steinerne Brücke wieder in ihrer ganzen Schönheit zu erleben: Die achtjährige Sanierung endet am 9. Juni mit der Wiedereröffnung.

Kelheim und Weltenburg

Der Donaudurchbruch Foto: Gabi Röhrl

Der Donaudurchbruch, einst Riffe im Meer, ist ein einmaliges Naturschauspiel. Die „Weltenburger Enge“ zählt zu den 100 schönsten Geotopen Bayerns. Auf einer Tagestour können Gäste das Naturschutzgebiet und die Befreiungshalle kennen lernen. Auch der Genuss kommt nicht zu kurz. Florian Best vom Tourismusverband im Landkreis Kelheim schlägt eine Wanderung von Kelheim nach Weltenburg vor. Das sind sechs gemütliche Kilometer im Wald. Man kann die Befreiungshalle besichtigen, mit der Zille zum Kloster übersetzen und dort ein Weltenburger Barock Dunkel trinken. Die Weiße Flotte bringt Ausflügler durch den Donaudurchbruch zurück.

Auf dem 360-Grad-Bild können Sie sich im Regensburger Dom umsehen. Klicken Sie einfach in das Bild, um zu starten, und nutzen Sie dann ihre Maus (oder ihren Finger, wenn Sie ein mobiles Endgerät nutzen), um sich im Bild zu bewegen.

Der Dom im Rundumblick - Spherical Image - RICOH THETA

Kneippheilbad Kötzting

Der Pfingstritt 2017 in Kötzting Foto: Simon Tschannerl

Die Badestadt im Bayerwald lockt mit Lebensstilprogramm und Pfingstritt. Bayerns jüngstes Kneippheilbad macht sich stark für die Gesundheit der Gäste, bietet aber auch Wanderspaß und Planscherlebnis. Die Klinik für Traditionelle Chinesische Medizin und das Sinocur-Präventionszentrum behandeln dort. In der Aqacur-Badewelt vergnügen sich alle Altersgruppen. Der Pfingstritt fasziniert Tausende Besucher. Wer die Bilderbuchlandschaft erleben möchte, folgt dem 13,5 Kilometer langen Rundwanderweg vom Kaitersberg zur Kötztinger Hütte und zurück.

Walhalla bei Donaustauf

Blick von der Walhalla Foto: xt

Der Ruhmestempel bietet einen weiten Blick. Innen wird auch an zwölf Frauen erinnert. Die Gedenkstätte wurde bis 1842 von Architekt Leo von Klenze auf Veranlassung des bayerischen Königs Ludwigs I. erbaut. Marmorbüsten und Gedenktafeln erinnern an berühmte Personen. Die jüngsten Neuaufnahmen sind Sophie Scholl (2003), Carl Friedrich Gauß (2007), Edith Stein (2009) und Heinrich Heine (2010). Von Regensburg aus ist es mit Schiff, Fahrrad oder Bus ein Katzensprung.

Tierpark Lohberg

Die Luchse im Tierpark Lohberg Foto: Richard Wenzel

Der liebenswerte Zoo im Bayerwald ist ein Highlight für Kinder aller Altersgruppen. Unter dem Motto „Schau mir in die Augen“ zeigt der Zoo Tiere unserer Heimat: vom Luchs über Biber, Rothirsch und Wolf bis zum Fischotter. Im Streichelzoo können kleine Besucher seltenen Haustierrassen nahe kommen. Beim Mitmachtag am 23. Mai helfen die Kinder der Tierpflegerin und am 30. Mai erkunden sie den Zoo mit der Tierärztin.

Kuchlbauers Bierwelt

Der Hundertwasserturm in Abensberg Foto: Armin Weigel/dpa

Hundertwasserturm und Brauereiführungen begeistern jedes Jahr Tausende. Der Abensberger Brauereichef Leonhard Salleck hat 2010 den 35 Meter hohen Hundertwasserturm eröffnet und sich damit einen Traum erfüllt. Seit der Eröffnung erleben die Brauerei und die hübsche Stadt einen Besucheransturm. Urlauber aus der ganzen Welt reisen an. Visionär Salleck ließ auch noch ein Kunsthaus erbauen, das Einblick in Leben und Werk Friedensreich Hundertwassers gibt.

Altstadt Weiden

Die Weidener Altstadt Foto: Thomas Kujat

Der Platz vorm alten Rathaus sowie der Obere und Untere Markt laden zum Verweilen ein. Zwischen dem Oberen und dem Unteren Tor schmiegen sich schöne, fast 500 Jahre alte Giebelhäuser aneinander. Rund um das Rathaus mit dem Glockenspiel warten sehr hübsche Lokale mit Freisitzen auf Genießer. Nur ein Stück von der Altstadt entfernt, liegt der Waldsassener Kasten. In der barocken Klosteranlage befindet sich das Internationale Keramik-Museum. Dort können Besucher prähistorische, ägyptische, orientalische oder europäische Keramiken sehen.

Felsenkeller Schwandorf

Die Felsenkeller von Schwandorf Foto: Maximilian Graf, Marcel Zeitler

Sie retteten 1945 , als Schwandorf bombardiert wurde, Tausende von Menschen. Führungen im „Felsenkeller-Labyrinth“, einem bayernweit einmaligen Ensemble von sieben verbundenen Kellersystemen mit 60 Gewölberäumen und Gängen, erfreuen sich großer Beliebtheit. Um 1500 wurden die ersten Felsenkeller in den Eisensandstein des Schwandorfer Bergs geschlagen. Sie dienten den Brauern als ideale Gärorte und Lager, weil dort konstant acht Grad Celsius herrschen. 1945 retteten die unterirdischen Gewölbe Tausenden das Leben, als Schwandorf bombardiert wurde.

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Bayerwald: Das Angebot für Wanderer und Mountainbiker wird um fordernde Routen erweitert

Der Bayerwald erweitert das Mountainbike-Angebot Foto: Alexander Rochau/Fotolia

Der Goldsteig ist mit 660 km Deutschlands längster und abwechslungsreichster Wanderweg zwischen Marktredwitz und Passau. Er führt durch den Bayerwald und den Oberpfälzer Wald und hat ein jüngeres Wanderpublikum in die Region gelockt, sagt Ulrike Eberl-Walter vom Tourismusverband Ostbayern. Der Bayerische Wald zählt jetzt schon zur beliebtesten MTB-Destination der Mittelgebirge. Zurzeit entsteht eine weitere Mountainbike-Route, die in sieben Tagen befahrbar ist. Die Strecke wird im Sommer beschildert, Pioniere können sich beim Tourismusverband Ostbayern ein Starterpaket bestellen und die Trans Bayerwald fahren.

Pfalzgrafenstadt Neumarkt

Die Neumarkter Altstadt Foto: Ebus

Genuss und Kunst überzeugen die Besucher. Rund um das spätgotische Rathaus finden sich in der charmanten Altstadt gemütliche Cafés, Gasthäuser und Restaurants. Ein hochwertiges Kultur- und Kunstangebot macht die 40 000-Einwohner-Stadt zu einem gefragten Gastspielort. Das Museum Lothar Fischer zeigt zurzeit mit David Nash aus Wales einen der wichtigsten Bildhauer Europas.

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Ein Quiz zur Steinernen Brücke:

Den Bayerwald lieben die Gäste

  • Der Ostbayern-Tourismus

    boomt. Im ersten Quartal 2018 (Januar bis März) wurden in der Region 1,03 Millionen Gästeankünfte registriert, das bedeutet eine Steigerung um fast sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. 3,44 Millionen Gästeübernachtungen gab es, 6,6 Prozent mehr.

  • Die meisten Ankünfte

    (413 270) und die höchsten Übernachtungszahlen (1,57 Millionen) hat der Bayerische Wald. Dort sind die Zahlen am deutlichsten gestiegen (9 bzw. 10 Prozent).

  • Regensburg

    als Welterbe ist laut Ulrike Eberl-Walter vom Tourismusverband Ostbayern der Urlaubermagnet schlechthin unter den regionalen Städten. Es zählt im ersten Quartal rund 110 000 Ankünfte (4,2 Prozent mehr) und 196 000 Übernachtungen (plus fünf Prozent). Michael Vogl von der Regensburg Tourismus GmbH weist aber darauf hin, dass die Domstadt 2017 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 2016 ein Minus einfuhr, so dass das Gästeaufkommen unter dem Niveau von vor zwei Jahren liegt.

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